Österreich

Finanz-Streit um Ehering von Totem

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:00

Eine verschuldete Witwe kämpft um das letzte Erinnerungsstück ihres Gatten: Kurz vor dem Tod nahm sie den Ehering an sich, doch das Pflegeheim, wo ihr Mann verstarb, will dafür Geld sehen.

Tragische Geschichte: Margit Cermaks (59) Mann Robert (63) litt seit 2007 an Demenz. 2010 dann die nächste schreckliche Diagnose: Der Wiener erkrankte an Krebs! "Ich habe ihn vier Jahre daheim gepflegt. Ich wog nur noch 39 Kilo und musste in Invaliditätspension gehen", so die Witwe unter Tränen. "Im April 2014 habe ich meinen Robert ins Pflegeheim gegeben, weil ich einfach nicht mehr konnte." Vor seiner letzten OP streifte sie den Ring von seinem Finger. Im November verstarb ihr Mann.

Der Pflegeheimbetreiber, der Fonds Soziales Wien, verlangt per Gerichtsbeschluss nun 100 Euro oder den Ehering, da die Witwe die Pflegekosten von 50.000 Euro nicht zahlen kann! Diese ist erzürnt: "Mehr als 30 Euro ist er nicht wert. Das ist mein letztes Erinnerungsstück an meinen Wegbegleiter. Ich gebe den Ring nicht her." Vom Fonds Soziales Wien heißt es: "Wir werden uns mit der Frau zusammensetzen und eine Lösung finden."

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