Finanzbeamter (49) versenkte Fotos von Affäre im Klo

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Ein Bankdirektor und 2 Finanzbeamte mussten wegen Missbrauchs der Amtsgewalt vor Gericht. Bei einer Hausdurchsuchung kamen pikante Details ans Licht.

Am Land ticken die Uhren noch etwas anders: Dort fungiert der Bankdirektor auch mal als Steuerberater. Der 48-jährige Banker soll für mehrere Bankkunden im Mostviertel über Jahre den Steuerausgleich gemacht haben.

Illegale Abfragen

Dafür benötigte der 48-Jährige persönliche Daten aus dem elektronischen Abgabeninformationssystem des Bundes (AIS). Dies erledigten zwei Finanzbeamte aus dem Mostviertel. Ein 49-jähriger Finanzbeamter hatte 54 Mal nicht dienstliche Abfragen (für zehn Personen) getätigt. Ein 31-jähriger Beamter machte 15 illegale Abfragen (für neun Personen). 

USB-Stick ins Klo

Schließlich kam das Trio ins Visier der Polizei, beim 49-jährigen Finanzbeamten wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet. Der verheiratete Familienvater warf beim Eintreffen der Exekutive noch schnell den USB-Stick mit den Nacktfotos der Geliebten ins WC. Der Beamte wanderte sogar ein Monat lang in Untersuchungshaft.

Beim Prozess in St. Pölten zeigte sich das Trio geständig, der Banker meinte: "Ich bin davon ausgegangen, dass dies nicht strafbar ist." Aber: Auskünfte aus dem AIS dürften nur an Steuerberater, Rechtsanwälte und die Steuerpflichtigen selbst erteilt werden.

Hohe Geldbußen

Das Trio kam im Rahmen einer Diversion recht glimpflich davon. Der 49-jährige Finanzbeamte muss eine Geldbuße in der Höhe von 5.000 Euro, der jüngere Beamte muss 4.500 Euro und der Banker 3.500 Euro zahlen.

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