Finanzberater soll Kunden um 2 Mio. Euro betrogen haben

Angeklagter am Weg in den Gerichtssaal
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Ein ehemaliger Standesbeamter war in die Finanzwelt eingetreten und soll in der Folge zahlreiche Häuslbauer um ein Vermögen gebracht haben.

Ein Standesbeamter hatte vor 20 Jahren auf Vermögens- und Finanzberatung umgesattelt, war schließlich 16 Jahre lang bei einer namhaften Versicherung tätig und seit 2016 selbstständig.

Inklusivservice

Viele Kunden hatte der 57-jährige Mostviertler von der Versicherungsanstalt einfach mitgenommen, kümmerte sich vor allem auffallend intensiv um kleinere Häuslbauer: Er bot laut Anklage ein Inklusivservice von der Kreditaufnahme bis zur Bezahlung des Bauunternehmens an.

Nur: Das Geld floß auf sein Firmenkonto, die Rechnungen sollen laut Anklage nicht oder nur teilweise bezahlt worden sein. Die Schadenssumme: 1.929.706,52 Euro.

"Hatte Handschlagqualität"

Am Montag stand der 57-Jährige wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges in 21 Fällen und Veruntreuung in zwei Fällen in St. Pölten vor Gericht, bekannte sich nicht schuldig: „Ich habe zwar einige Fehler gemacht, aber Handschlagqualität stand bei mir an erster Stelle.“

An sieben Prozesstagen sollen der Angeklagte sowie 37 Zeugen den Verbleib der zwei Millionen erklären. Ein Urteil soll frühestens im März erfolgen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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