Sie fuhren schneller, als ihr Schutzengel fliegen konnte: Vier Jugendliche rasten nach einer Feier mit 90 km/h in eine Mauer, zwei Geschwister wurden getötet. Nun will niemand am Steuer gesessen sein.
Sie fuhren schneller, als ihr Schutzengel fliegen konnte: , zwei Geschwister wurden getötet. Nun will niemand am Steuer gesessen sein.
Bei einem feuchtfröhlichen Halloween-Event in Hainburg (Niederösterreich) flogen am Freitag einige Randalierer gegen zwei Uhr früh raus. Einer von ihnen setzte sich dann, obwohl er reichlich getrunken hatte, hinters Steuer eines Saab – und hinterließ ein Schlachtfeld aus Blech und Blut.
Sein Wagen geriet im Ort bei Höllentempo ins Schleudern, donnerte gegen eine Mauer und geparkte Autos. Diese wurden durch die Wucht des Zusammenstoßes zwölf Meter verschoben. Der Tachometer des Pkw blieb bei 90 km/h stecken. Die zwei Geschwister am Rücksitz hatten keine Chance, starben.
Besonders dramatisch: Paulus (16) durfte das erste Mal mit seiner Schwester Sophia ausgehen. Die 20-Jährige hatte ihren eigenen Wagen nach durchzechter Nacht stehen gelassen; war mit ihrem Bruder zu ihrem Freund Muhammet S. (24) und Saab-Besitzer Domenic H. (21) ins Auto gestiegen. Der will sich nun an nichts erinnern können und schiebt seinem Kumpel offenbar die Lenkerrolle zu. Muhammet S. sagt zu "Heute": "Ich bin nicht gefahren. Ich war Beifahrer".
Das will nun die Polizei – mittels Fingerabdrücken – klären.