Ukraine-Krieg

Finnland schließt letzten Grenzübergang zu Russland

Finnland wird in der Nacht zum Donnerstag den letzten noch geöffneten Grenzübergang zu Russland schließen.

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Finnland schließt letzten Grenzübergang zu Russland
Die Regierung in Helsinki reagiert mit der Grenzschließung auf eine zunehmende Zahl von Migranten, die in den vergangenen Monaten aus Russland nach Finnland gekommen sind.
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Finnland wird in der Nacht zum Donnerstag den letzten noch geöffneten Grenzübergang zu Russland schließen. Das gab der finnische Regierungschef Petteri Orpo am Dienstag in Helsinki bekannt. Innenministerin Mari Rantanen sagte, die Schließung werde zunächst bis zum 13. Dezember dauern. Die Regierung in Helsinki reagiert mit der Grenzschließung auf eine zunehmende Zahl von Migranten, die in den vergangenen Monaten aus Russland nach Finnland gekommen sind. Helsinki wirft Moskau vor, mit der Schleusung von Menschen Finnland destabilisieren zu wollen.

Russland und Finnland teilen eine rund 1.300 Kilometer lange Landgrenze. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 deutlich verschlechtert. Im April war Finnland nach jahrzehntelanger Bündnis-Neutralität der Nato beigetreten. Moskau verurteilte den Beitritt zu dem Militärbündnis als "Angriff auf die Sicherheit" Russlands.

    Vitaly Brizhaty wollte beim Sicherheitsdienst des Kremls kündigen, wurde aber mit einem Fronteinsatz in der Ukraine bedroht. Jetzt ist er nach Ecuador geflohen.
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    Moskau setzt Meta-Sprecher auf die Fahndungsliste

    Das russische Innenministerium hat indes einen Haftbefehl gegen den US-Amerikaner Andy Stone verhängt. Stone ist Mediensprecher des Tech-Giganten Meta, dessen Plattformen wie Facebook und Instagram seit Beginn der russischen Invasion in Russland teils blockiert werden.

    Stone werde demnach "aufgrund eines Artikels im Strafgesetzbuch der russischen Föderation" strafrechtlich verfolgt – was sich der Sprecher genau zuschulden kommen lassen haben soll, führt der russische Innenminister nicht weiter aus.

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