Fussball

Firma aus Luxemburg als Grund für Austria-Lizenzchaos

Die Wiener Austria steht vor dem Derby ohne Liga-Lizenz für die nächste Saison da. Das hat eine Firma aus Luxemburg damit zu tun.
Heute Redaktion
15.04.2023, 08:05
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Zum bereits dritten Mal in Folge wurde der Austria die Bundesliga-Lizenz in erster Instanz verwehrt. Die Veilchen müssen wieder um die Spielgenehmigung zittern. Der zuständige Senat 5 hat den Wienern am Donnerstag in erster Instanz die Erlaubnis, an der Saison 2023/24 teilzunehmen, entzogen.

In einem ersten Statement schossen die Wiener am Donnerstag ungewohnt scharf gegen die Bundesliga. Die Entscheidung des Senat 5 sei "nicht nachvollziehbar und mit den Lizenzbestimmungen nicht in Einklang zu bringen". Deshalb plane man sogar rechtliche Schritte gegen die Bundesliga.

Konkret geht es demnach um eine Kooperationszusage eines "langjährigen, verlässlichen Geschäftspartners", die von der Bundesliga nun nicht akzeptiert und als Teil der Fortbestandsprognose, die die Austria nach der Lizenzentscheidung 2022 halbjährlich abgeben muss, abgelehnt wurde.

Firma aus Luxemburg als Stolperstein

Wie der Kurier berichtet, handelt es sich bei dem Geschäftspartner um die Firma Quattrex. Die Veilchen haben zwar eine Zusage, dass das Unternehmen aus Luxemburg für zwei Millionen Euro aufkommen würde, sollten diese fehlen. Ein Vertrag existiert aber nicht, das bestätigte auch Austria-Vorstand Gerhard Krisch.

"Wirtschaftliche, finanzielle und sportliche Beratung von Vereinen sowie die Bereitstellung finanzieller Hilfen zur Verstärkung des Kaders", bietet Quattrex auf der Homepage als Leistungen an. Stuttgart, Kaiserslautern, Union Berlin und Heidenheim aus Deutschland sollen schon mittels Fonds Hilfe von der Firma in Anspruch genommen haben.

Zusage reicht nicht, Bundesliga fordert Vertrag

Die Bundesliga lehnt die Zusage ab, will einen Vertrag vorgelegt bekommen. Dass die Austria noch keinen fertigen Vertrag bringen konnte, liegt daran, dass Quattrex selbst noch eine Gremiensitzung habt, in der die Zusammenarbeit bestätigt werden muss. Diese wird aber bis zum 21. April - da läuft die Protest-Frist aus - nicht anberaumt.

Krisch schäumt: "Ich habe diesen Punkt auf den Tisch gelegt, habe mitgegeben, gesetzliche Rahmenbedingungen mitzuberücksichtigen. Ich kann nicht mehr machen, als alle Verträge auf den Tisch zu legen."

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