Niederösterreich

Firma soll Billig-Software um 3,5 Mio. € verkauft haben

Ein Software-Entwickler aus NÖ soll eine 322.000 € teure Software um 3,5 Euro Millionen Euro ins Ausland verkauft haben. Dafür stand er vor Gericht.
06.06.2023, 13:34
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Wegen Untreue musste ein Geschäftsführer einer Firma aus Niederösterreich am Montag in Wiener Neustadt vor ein Schöffengericht.

Denn der Angeklagte soll laut Anklage als Geschäftsführer einen Vertrag zum Erwerb einer Software zu einem um das zehnfache überhöhten Preis angebahnt und abgeschlossen haben, obwohl er angeblich wusste, dass der Preis von 3,5 Millionen Euro weit überhöht war und die Software zu einem geringeren Preis von 322.420 Euro erworben hätte werden können.

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Firma aus Norwegen schlug zu

Die Firma hatte eine Datenbank für Immobilien, Vermögenswerte und non-performing loans "entwickelt". Eine skandinavische Firma erwarb schließlich die Software aus Niederösterreich um stolze 3,5 Millionen Euro. 

Von Seiten des Gerichts waren schließlich zwei Gutachter beauftragt worden. Ein Sachverständiger prüfte sämtliche technische Einzelheiten, der andere Experte die wirtschaftliche Seite.

Freispruch im Zweifel

Die Software unterschied sich laut Experten eher geringfügig von der bereits bestehenden 322.420 Euro teuren Software, hatte aber immerhin unter anderem eine Chatfunktion. Ein Sachverständiger zog einen Vergleich mit einer namhaften Immo-Website, die aber bereits rund 8 Millionen Kunden habe.

Der Geschäftsführer wurde schließlich im Zweifel freigesprochen (nicht rechtskräftig). Denn ein Vorsatz sei laut hohem Gericht nicht nachweisbar gewesen.