Firma vor Insolvenz: Lehrling bekam kein Geld

Weil der Arbeitgeber finanziell lädiert war, schaute ein Lehrling (17) aus dem Mostviertel monatelang durch die Finger. Die Arbeiterkammer holte ihm jetzt seine 7.600 Euro.

Fünf Monate lang war am Konto eines Metalltechnik-Lehrlings (17) aus dem Mostviertel gähnende Leere. Der Grund: Sein Arbeitgeber zahlte ihm die Lehrlingsentschädigung nicht aus. Als dann auch noch das Urlaubsgeld ausblieb, wandte er sich an die Arbeiterkammer Niederösterreich.

Eigentlich wären die Voraussetzungen für eine vorzeitige Auflösung des Lehrverhältnisses gegeben gewesen, doch so weit kam es gar nicht mehr, denn: Die Firma meldete nur zwei Tage nach der Vorsprache bei der AK Konkurs an, schlitterte schließlich in die Insolvenz.

Also kam das Team der AK-Insolvenzvertretung (Anm.: sie ist kostenlos) ins Spiel, meldete die ausständigen 7.600 Euro beim Insolvenzfonds an. "Binnen kürzester Zeit erhielt der angehende Metalltechniker die Überweisung der offenen Lehrlingsentschädigung plus Urlaubsgeld", freut sich AKNÖ-Chef Markus Wieser über den Erfolg seines Teams.

(nit)

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