Firma zerstört Natur-Juwele

Ein Steinbruch ohne Genehmigung, bedenkliche Bohrungen und die schützende Hand der Gemeinde: Folgt man den Schilderungen der Grünen, so spielt sich in der kleinen Gemeinde Steinegg im Bezirk Horn ein handfester Umwelt-Skandal ab. Eine Firma will dort Granulit abbauen, dafür legte sie eigenmächtig Biotope trocken.

Bis vor Kurzen galt Steinegg noch als Kleinod für Naturliebhaber. Selbst Professoren der Wiener Universität für Bodenkultur pilgerten mit ihren Studenten zu den naturbelassenen Biotopen, um die einzigartigen Tiere und Pflanzen zu bestaunen. Denn dort waren bisher noch Kammmolche und Gelbbauchunken anzutreffen - Tierarten, die massiv bedroht sind. Dann das jähe Ende: Eine Firma will dort einen Steinbruch in Betrieb nehmen. Probebohrungen für die Genehmigungen wurden gemacht, dabei hat man vorsorglich die Naturjuwele einfach trockengelegt. Wir haben nur Regenwasser abgepumpt, rechtfertigt sich ein Vertreter des Unternehmens. Die Grünen sind erbost. Es ist ein Skandal: Eigentlich darf dort gar kein Steinbruch betrieben werden. Dieses Gebiet ist ein Natura-2000-Schutzgebiet, ärgert sich Grünen-Chefin Madeleine Petrovic, und die Bezirkshauptmannschaft hat dabei eine bedenkliche Rolle gespielt. Der Firma wurde nahegelegt, vollendete Tatsachen zu schaffen. Da hält doch jemand die schützende Hand darüber

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