Firmen sollen Menschen mit Behinderung anstellen

Caritas-Präsident Michael Landau fordert einen Schwerpunkt beim AMS für Menschen mit Behinderungen, auch gemeinsame Schulen und eine Pensionsvorsorge wären wünschenswert.

9.900 Menschen mit Behinderung wurden 2016 von der Caritas betreut. In Wien fanden trotzdem nur 120 Menschen einen Arbeitsplatz.

"Mehr Firmen sollen mehr Menschen mit Behinderung anstellen", fordert nun Caritas-Präsident bei einem Gespräch im "Magdas Hotel" der Caritas. "Wir wollen eine barrierefreie Gesellschaft", so Landau. Jeder solle die gleichen Chancen haben. "Ein eigener Schwerpunkt beim AMS für Menschen mit Behinderung wäre absolut wünschenswert – und zwar ähnlich wie es schon Schwerpunkte für junge und ältere Menschen oder für Menschen mit Migrationshintergrund gibt."

"Firmen zahlen Gehälter"

Das ist auch die Meinung von Interessensvertretern der Caritas mit Behinderung. "Viele Menschen mit Behinderung sind glücklich. Aber wenn ein Mensch mit Behinderung in einer Firma arbeiten will, dann soll das möglich sein", so Daniel Scharschon vom Caritas-Tageszentrum "Am Himmel". "Denn Firmen zahlen Gehälter." Diese seien höher als der Anerkennungs-Beitrag in den Werkstätten. Natürlich müssten die Firmen vom Staat unterstützt werden.

Interessensvertreterin Iris Grasel aus Niederösterreich forderte

Erleichterungen bei Freizeit-Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung. "Veranstaltungen kosten viel Geld. Viele Menschen mit Behinderung brauchen eine Begleitperson." Diese sollte dann keinen Eintritt bezahlen müssen.

Landau pocht auf die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention im Bildungsbereich: "Österreich hat 2008 die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Eine Schule für alle Kinder ist möglich und sie ist sinnvoll. Deshalb haben wir die inklusive Schule am Himmel aufgemacht. Diese Schule gibt es seit 2 Jahren. Wir von der Caritas sind überzeugt, dass es keine Sonderschulen mehr in Österreich geben muss!

Weil: Wenn schon Kinder wissen, dass ein gemeinsames Leben von allen Menschen gut funktioniert, dann sind sie auch als Erwachsene tolerant!"

(pet)

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