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Firmencoach jagt Mitarbeiter über 700 Grad heiße Kohle

Ein Firmencoach in der Schweiz hat mit seinem Plan, Mitarbeiter seines Betriebs über Kohlen laufen zu lassen, für einen Einsatz der Rettung gesorgt. 
20 Minuten
15.06.2022, 19:43

Am Dienstagabend mussten Polizei und Sanität mit einem Großaufgebot nach Wädenswil (ZH) ausrücken. Bei einer privaten Veranstaltung waren mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ein glühendes Kohlebecken gelaufen. Dabei verletzten sich 25 Personen, 13 davon schwer. Mehr als die Hälfte der Personen musste ins Spital gebracht werden.

700 Grad heiße Glut 

Wie "20 Minuten" berichtet, passierte der Unfall im Rahmen eines Firmenfests. Otto Gerber aus Wädenswil ist selbst Feuerlauf-Coach und war nach eigenen Angaben beim gestrigen Anlass nicht involviert. Für ihn sei es nicht nachvollziehbar, wie sich gleich 25 Personen beim Lauf über die bis zu 700 Grad heiße Glut verletzen konnten. "Wenn sich nur schon vier Menschen dabei verbrennen, ist dies unverständlich", sagt Gerber.

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"Die Glut ist durchschnittlich drei bis fünf Meter lang. Dass sich 25 Personen gleichzeitig auf der Glut befanden, ist daher unwahrscheinlich. Dieser Zwischenfall muss auf einen schwerwiegenden Fehler des Coaches zurückzuführen sein", sagt Gerber. Ein verantwortungsvoller Leiter läuft nach Aussagen Gerbers als Erstes mindestens zweimal über die Glut – um die Hitze abschätzen zu können und Verbrennungen vorzubeugen.

"Es ist auch nicht auszuschließen, dass am gestrigen Anlass Alkohol mit im Spiel war", sagt Gerber. Dies sei dann zusätzlich zu verurteilen. Denn ein Feuerlauf ist laut dem Wädenswiler kein Partyspiel, um die Gäste einfach ein wenig aufzulockern. "Es ist eine seriöse Sache, die vor allem auch eine lange und konzentrierte Vorbereitungszeit benötigt."

Der Wädenswiler ist nach eigenen Angaben der Erste gewesen, der in der Schweiz Feuerläufe angeboten hat. Mittlerweile hat Gerber mehr als 10.000 Feuerlaufende über die heiße Glut begleitet. "Aufgrund meiner Erfahrung müssen die Teilnehmenden bei mir auch keinen Haftungsausschluss unterschreiben", sagt Gerber.

In der Zeit, in der Gerber als Feuerlauf-Coach tätig ist, konnte er immer mehr feststellen, dass auch viele esoterische Gruppen einen solchen Feuerlauf für eine Art Zeremonie nutzen. "Aufgrund dieser Entwicklung gibt es immer mehr Feuerläufe, die nicht von offiziellen Coaches durchgeführt werden. Dies führt dann eben zu solchen Zwischenfällen."

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