Österreich

Fix: So wird der neue Schwedenplatz

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:32

Facelift für einen "Unort" in der Wiener City: Der Schwedenplatz erhält zwischen dem Leopold-Figl-Hof im Westen und der Postgasse im Osten zwei große, offene Grünflächen mit vielen Sitzmöglichkeiten. Weiters geplant: Eine Fahrspur weniger am Franz-Josefs-Kai, die Tankstelle und der Taxistandplatz in der Rotenturmstraße verschwinden.

Facelift für einen "Unort" in der Wiener City: Der Schwedenplatz erhält zwischen dem Leopold-Figl-Hof im Westen und der Postgasse im Osten zwei große, offene Grünflächen mit vielen Sitzmöglichkeiten. Weiters geplant: Eine Fahrspur weniger am Franz-Josefs-Kai, die Tankstelle und der Taxistandplatz in der Rotenturmstraße verschwinden.
Mehr Grün, mehr Übersicht, mehr Platz: Damit punktet das Siegerprojekt des Münchner Planungsbüros "realgrün" zur Umgestaltung des . Insgesamt nahmen 60 Teams am Wettbewerb teil, letztendlich konnten sich die beiden Architekten Klaus Neumann und Wolf Auch durchsetzen. Kern der Pläne sind zwei große Grünflächen, auf denen Passanten liegen, sitzen und entspannen können. Bis 26. Juni sind die Sieger-Entwürfe im Urban Culture Pavillon am Schwedenplatz (Ecke Rotenturmstraße) zu sehen.

Neues Gesicht

Die Architekten folgten damit dem Wunsch nach mehr Grün auf dem rund 3.000 m2 großen Areal, der sich bei der vorangegangenen Bürgerbeteiligung – rund 2.000 Wiener haben ihre Ideen eingebracht – herauskristallisiert hatte. "Der Schwedenplatz bekommt ein neues Gesicht. Mit dem jetzigen Vorschlag ist es gelungen, die Wünsche der Bürger weitgehend einfließen zu lassen", zeigte sich auch Vize-Bürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Montag begeistert.

Mehr Grün

Eine der beiden Grünflächen wird etwa 50 cm erhöht sein, helle Granit-Natursteine sorgen für ein freundliches Design. Eine durchgängige randliche Einfassung bietet zahlreiche Sitzmöglichkeiten. Zusätzlich wird es Trinkbrunnen und freie Bestuhlung geben. Als räumliche Abtrennung werden zum Franz-Josefs-Kai hin 160 Gingko-Bäume gepflanzt.    

Wegfall der Abbiegespur

Was sich sonst noch ändert: Zugunsten der Radwege fällt die Linksabbiege-Spur auf dem Franz-Josefs-Kai weg. Das Abbiegen wird aber weiterhin auf der ganz linken Spur möglich sein. Die Tankstelle wird in der zweiten Bauphase komplett abgerissen. Außerdem wird der Taxistandplatz in der Rotenturmstraße verlegt – wohin ist allerdings noch nicht ganz klar. Möglich wäre es bei den Nachtbussen am Franz-Josefs-Kai oder beim Morzinplatz.
Projekt mit Potential

City-Bezirkschef Markus Figl ist überzeugt, dass "das Siegerprojekt viel Potential hat", bekräftigte bei der Pressekonferenz aber auch seinen Wunsch nach einer Erweiterung des Umgestaltungs-Areals bis zur Urania und entlang des Donaukanals. Laut dem VP-Politiker wird mit dem Bau frühestens 2018 begonnen, da "die Umgestaltung des Stephanplatzes jetzt Vorrang hat". Die Kosten werden zwischen zehn und 20 Millionen betragen.
       

 

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