Fledermaus beißt Corona-Forscher 2 Jahre vor Pandemie

Ein Wissenschafter wird von einer Fledermaus gebissen.
Ein Wissenschafter wird von einer Fledermaus gebissen.Screenshot/ Video
Ein Video zeigt jenen Moment, als ein Wissenschaftler in Wuhan von einer Fledermaus gebissen wird. Und zwar zwei Jahre vor dem Ausbruch der Pandemie.

Ein YouTube-Video aus China sorgt international gerade für Schlagzeilen. Auf dem Clip sind Forscher aus der Metropole Wuhan zu sehen, wie sie ohne ausreichend Schutzkleidung in einer Höhle Fledermäuse untersuchen, die das Coronavirus übertragen können. Dabei wird auch einer der Wissenschaftler von dem Tier gebissen.

Das Video soll aus dem Jahr 2017 stammen und zeigt die Wissenschaftlerin Shi Zhengli, auch bekannt als "Batwoman", mit ihrem Team, das versucht, mehr über das SARS-Virus herauszufinden. Dabei ist deutlich zu erkennen, dass die Schutzausrüstung der Forscher zu wünschen übrig lässt.

So tragen die Wissenschaftler zwar einen Schutz-Anzug und auch Handschuhe, allerdings werden die Hände beim Arbeiten nicht ganz von der Kleidung bedeckt und liegen frei. Die Forscher werden für ihre Unachtsamkeit im Umgang mit den Fledermäusen scharf kritisiert.

Forscher untersuchen Virus ohne Maske

In einer Sequenz des Videos halten die Wissenschaftler eine Fledermaus sogar mit bloßen Händen, berichtet "The Sun". In einem anderen Fall sammeln sie Kot der Tiere, während sie kurzärmelige T-Shirts tragen. Später sind in einem Labor auch Wissenschaftler zu sehen, die Proben von dem Virus untersuchen, dabei aber keine Maske tragen.

Die Aufnahmen sind nur wenige Tage später erschienen, nachdem die weltweite Zahl der Corona-Todesfälle die zwei Millionen überschritten hat. Fledermäuse gelten bekanntlich als mögliche Quelle des Virus.

Der Virus-Forscher Cui Jie erinnert sich in dem Video auch an jenen Moment, als er von einer Fledermaus gebissen worden war. Er beschreibt das Gefühl laut "The Sun" als sei er "mit einer Nadel gestochen" worden. Anschließend ist in dem Video die Schwellung des Bisses zu sehen.

Laut einem Bericht der "Taiwan Times" hatte Shi Zhengli kürzlich damit geprahlt, dass ihr Beruf "nicht so gefährlich ist, wie jeder denkt". Die Behauptungen wurden in einem Artikel über das "China Science Exploration Center" verfasst, der mittlerweile gelöscht wurde.

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