Fliegerbombe im Kraftwerk Dürnrohr gefunden

Bei Begradigungsarbeiten am Kraftwerkstandort Dürnrohr fand Baggerfahrer Josef Mandl eine noch scharfe Fliegerbombe.

Früher lagerten vor dem EVN-Kraftwerk in Dürnrohr (Gemeinde Zwentendorf, Bezirk Tulln) Tonnen an Kohle, derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für eine der größten Photovoltaik-Anlagen Österreichs. Dabei kam es kürzlich beinahe zu einer Katastrophe.

EVN-Mitarbeiter Josef Mandl stieß beim Begradigen des Bodens mit seinem Bagger einen großen Gegenstand: "Auf den ersten Blick dachte ich an einen Stein und wollte schon mit meiner Schaufel loslegen. Glücklicherweise tat ich das nicht. Später habe ich erfahren, dass beide Zünder noch scharf waren", erzählt Mandl.

Die Experten des Entminungsdienstes wurden verständigt und entschärften die Bombe ordnungsgemäß. Das Industriegebiet rund um die Orte Moosbierbaum und Dürnrohr war in Kriegszeiten das Ziel zahlreicher Bombenangriffe.

Das EVN-Kraftwerk Dürnrohr

Nach knapp 33 Jahren beendete EVN letzten Sommer die Kohleverstromung am Standort Dürnrohr.

Dürnrohr wird jedoch als Energiestandort weiterentwickelt. Hier nutzt die EVN 500.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll wird Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden von Dürnrohr aus mit Energie versorgt.

Künftig soll dort auch der niederösterreichische Klärschlamm einer sinnvollen Verwertung zugeführt und zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden. Zusätzlich wird derzeit von der EVN die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage am Standort vorbereitet. In nächster Zeit wird die EVN über 20 Mio. Euro in den Standort Dürnrohr investieren.

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