Flogen nun Touristen zum Friseur nach Schweden?

Wegen eines Friseurbesuchs sollen Touristen nach Schweden gereist sein.
Wegen eines Friseurbesuchs sollen Touristen nach Schweden gereist sein.Bild: iStock - Symbolbild

Seit Wochen leben Schweizer im Lockdown. Um dennoch nicht auf den Coiffeur verzichten zu müssen, soll sich eine Schweizerin auf den Weg nach Skandinavien begeben haben.

Im Kampf gegen das Coronavirus beschreitet Schweden einen eigenen Weg. Während in vielen europäischen Ländern ein Lockdown herrscht, lebt man im skandinavischen Land das gewohnte Leben so gut es geht weiter. So sind beispielsweise Restaurants aber auch Friseursalons offen und es sollen auch Partys gefeiert werden.

Diesen Umstand sollen sich in den letzten Wochen viele besser betuchte Personen zu Nutze gemacht haben, um es sich in Schweden gutgehen zu lassen. Wie eine Mitarbeiterin eines Coiffeurgeschäfts in Stockholm gegenüber aftonbladet.se sagt, soll eine ihrer Kundinnen aus der Schweiz angereist sein. Sie habe für das Flugticket umgerechnet knapp 2.000 Euro bezahlt, um sich die Haare färben zu lassen. "Sie war sehr glücklich darüber, sich hier etwas gönnen zu können", so die Friseurin. Auch Freundinnen der Frau sollen sich diesen Luxus geleistet haben.

Nicht nur Stockholm betroffen

Aber nicht nur die Hauptstadt registriere diese Art von Tourismus. Wie das schwedische Boulevardblatt weiter schreibt, reisen beispielsweise die Dänen nach Malmö, um sich die Haare machen zu lassen oder auch etwas einzukaufen. Fünf Salons hätten gegenüber der Zeitung einen Zustrom von dänischen Kunden bestätigt.

Am Donnerstag hat die Regierung das Einreiseverbot für Schweden um 30 Tage bis zum 15. Mai verlängert. Nur, dieses Verbot gilt nicht für EU-Länder, Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein und eben die Schweiz. Der Innenminister wollte sich am Freitagnachmittag gegenüber der Zeitung nicht äußern.

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