Österreich

Flopp: (Fast) Niemand hat Lust auf die Postboxen

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:53

Der Verkauf der Postboxen, in denen sogar mittelgroße Pakete Platz haben sollten, läuft vorerst schleppend. Noch gehört die Box vor der Wohnungstür zum Nischenmarkt.

Die Idee ist so simpel wie praktisch: Eine Box, die mit einem persönlich zugeordneten Chip ausgestattet und sicher an der eigenen Türe fixiert ist, soll in Zukunft den Weg zur Postfiliale ersparen. Sie ist etwa 50 Zentimeter breit, 70 Zentimeter hoch und etwa 30 Zentimeter tief. Ausreichend für die meisten Pakete.

Noch ein Nischenmarkt

Doch scheint die Idee bei der Bevölkerung noch nicht so gut angekommen zu sein. Selbst die meisten Online-Besteller gehen nach der Arbeit lieber zur Paket-Station, als sich eine eigene Postbox zuzulegen. Die kostet immerhin stattliche 124 Euro. Für Postsprecher Michael Homola – im Interview mit wien.orf.at – erklärt sich der schwache Verkauf damit, dass nur "jene, die sehr, sehr viel bestellen" eine Anschaffung als sinnvoll sehen.

Empfangsboxen kommen besser an

Erfolgreich dagegen läuft der Verkauf der Empfangsboxen, welche im Eingangsbereich eines Wohnhauses montiert werden und von allen Hausbewohnern genutzt werden können. Auch die erspart Postkunden den Weg in die Filiale. Ganze 17.000 Stück sind in Wien zu finden – Tendenz steigend. Bis Jahresende sollen 1.000 weitere dazu kommen. Homola findet es gut, denn die Pakete müssen nicht wieder zurückgebracht und neu sortiert werden.

Bereits im Sommer hätte es möglich sein sollen die Pakete über die Empfangsboxen auch zurückzuschicken, jedoch war die technische Umsetzung komplizierter als gedacht. Bis Jahresende will die Post diesen Service an allen Empfangsboxen ermöglichen. (bai)

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