Floriani-Vize legte Brände: "Wollte Wehr aufwerten!"

Weil er die Bedeutung einer kleinen Weinviertler Feuerwehr mit wenigen Einsätzen hatte aufwerten wollen, legte ein 24-Jähriger Floriani-Vize mehrere Großbrände.
Seit seinem 15. Lebensjahr war ein 24-jähriger Weinviertler mit Leib und Seele Feuerwehrmann, war seit Anfang 2018 stellvertretender Kommandant einer kleineren Feuerwehr im Weinviertel.

Und just wenn der Kommandant der Feuerwehr Nachtdienste im Spital hatte, wurde der 24-Jährige Stellvertreter (Anm.: der dann Chef der Wehr war) zum Feuerteufel: Ende Oktober fackelte er ein Stadel in Wetzelsdorf ab, am 31. Dezember 2018 eine Scheune in Ketzelsdorf und am 26. Jänner ein Stadel in Walterskirchen. Bereits im August 2018 hatte er Strohballen in Brand gesetzt.

Psychiatrisches Gutachten

Nach akribischen Ermittlungen des Landeskriminalamtes wurde der 24-Jährige schließlich im März 2019 ausgeforscht und festgenommen ("Heute" berichtete). Der Verdächtige wurde sofort von der Feuerwehr ausgeschlossen.

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Jetzt musste sich der 24-Jährige vor einem Schöffensenat unter Vorsitz von Richterin Anna Wiesflecker verantworten. "Unsere Feuerwehr hat nur wenige Einsätze pro Jahr. Ich wollte die Wehr mit weiteren Einsätzen aufwerten", so der Angeklagte zum Motiv.

Der Senat vertagte den Prozess zur Einholung eines psychiatrischen Gutachtens.

(Lie)

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