Mühsamer Einsatz für das Team der Feuerwehr Pottendorf (Bezirk Baden): Sonntagnachmittag entdeckte ein aufmerksamer Spaziergänger eine verletzte Höckergans im Wassergraben des Schlossparks. Umgehend rückten die Florianis mit einer Decke aus, um den hilflos umhertreibenden Vogel zu retten.
Nachdem sich das Tier erst nicht einfangen lassen wollte, schafften zwei Feuerwehrfrauen es, die Höckergans im Bereich der Fischtreppe an der Flucht zu hindern. Eingewickelt in eine Decke wollte man den Vogel schließlich einem Veterinär übergeben.
Doch da begann die Odyssee erst: Eineinhalb Stunden versuchten die Silberhelme sowie Mitarbeiter der Bezirksalarmzentrale Baden einen Tierarzt oder eine Klinik aufzutreiben, um die Gans untersuchen zu lassen. Aber: keine Chance. Jene Veterinäre, die Sonntagnachmittag ans Telefon gingen, erklärten, dass sie für Wildtiere nicht zuständig seien.
Etwas ratlos beschlossen die Florianis schließlich, die verletzte Höckergans ins Feuerwehrhaus mitzunehmen und sie einstweilen in einem Verschlag unterzubringen.
Die Kontaktaufnahme mit dem Amtstierarzt brachte schließlich Erfolg. "Nach rund weiteren eineinhalb Stunden wurden wir von einem Tierheim angerufen wohin wir das verletzte Tier zur Behandlung mittels eines Einsatzfahrzeuges bringen DURFTEN", machen die Florianis ihrem Ärger auf Facebook Luft und fügen hinzu: "Wir Feuerwehren sind rund um die Uhr für fast alles zuständig, aber auch unserem Handeln und Tun sind Grenzen gesetzt, denn auch wir wissen manches Mal nicht weiter – wie in diesem Fall!"