Oft werden deutsche Rapper als Pseudo-Gangster belächelt und ihre teils gewaltverherrlichenden Text als reine Aufschneiderei betrachtet. Dass die Szene aber doch gewisse Gefahren birgt, legt ein Vorfall am 13. Juni im deutschen Oer-Erkenschwick nahe. In einer Werkstatt brach dort eine Schlägerei unter verfeindeten Rappern aus. Einer davon - "BILD"-Berichten zufolge ein gewisser Hamad 45 - feuerte dabei eine Schusswaffe ab.
Am 23. Juni wurde Hamad 45 schließlich in Neukirchen-Vluyn festgenommen, tags darauf Samstag einem Haftrichter vorgeführt und anschließend ins Gefängnis gebracht.
Die Werkstatt, in der die Schüsse gefallen sein sollen, gehören angeblich zum Umfeld des libanesischen Abou-Chaker-Clans, der mit dem bekannten Musiker Bushido verbandelt ist. Vor einigen Wochen beschimpfte Hamad 45, dem Kontakte zu der berüchtigten Biker-Gang Hells Angels nachgesagt werden, Abou Chaker wüst. Der Streit gipfelte in die Schießerei vom 13. Juni.
(lfd)