Auch nach dem Aufnahmestopp bleibt das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen für die Flüchtlinge ein unerträglicher Ort. Die Volksanwaltschaft hat bei ihrer Inspektion einen jungen Mann gesehen, dem nach einer Nierenoperation ein Schlauch aus seinem Körper herausgehangen ist.
Auch nach dem Aufnahmestopp bleibt das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen für die Flüchtlinge ein . Die Volksanwaltschaft hat bei ihrer Inspektion einen jungen Mann gesehen, dem nach einer Nierenoperation ein Schlauch aus seinem Körper herausgehangen ist.
Rechtsanwalt Franjo Schruiff, der als Kommissionsleiter für die Volksanwaltschaft in der Erstaufnahmestelle war, hat von dem jungen Mann berichtet. Er war frisch an der Niere operiert, und aus seinem Körper sei ein Schlauch herausgeragt, so der Jurist. Erst nach der Intervention der Volksanwaltschaft sei dem Kranken geholfen worden. Die medizinische Versorgung und die Hygiene sind jenseits aller Standards.
Das Problem bei den Patienten sind die mangelnden Sprachkenntnisse. Wer nicht Deutsch oder Englisch könne, schaffe es nicht, zum engagierten medizinischen Team zu gelangen.
Selbstmordversuche von Jugendlichen
Der Verein "Flucht nach Vorn" berichtet von Selbstmordversuchen und Selbstverletzungen in Traiskirchen vor allem bei traumatisierten Jugendlichen. Sie hätten tagsüber nichts zu tun, und in der Nacht müssten sei im Freien schlafen.
Seit Mitternacht gilt im Asyllager ein Aufnahmestopp.
Am Donnerstag wird Amnesty International die Zustände auf dem Gelände überprüfen.