Die 24 Flüchtlinge sind nach einer Woche in der Akademie der Bildenden Künste der Aufforderung von Rektorin Eva Blimlinger, das Gebäude zu räumen, nachgekommen. Am Abend nutzten sie eine Journalisten-Preisverleihung in Ottakring für eine Protestkundgebung.
, nachgekommen. Am Abend nutzten sie eine Journalisten-Preisverleihung in Ottakring für eine Protestkundgebung.
Die "Servitenkloster"-Flüchtlinge betraten am Abend die Bühne der Leopold-Ungar-Journalistenpreisverleihung in der Brunnerpassage. Einige der Betroffenen rollten Transparente aus und riefen laut Caritas-Wien-Geschäftsführer Klaus Schwertner Sprüche wie "No border, no nation - stop deportation" oder "Refugees are welcome here". Nach einigen Minuten zogen sie wieder ab.
Während Schwertner das Geschehen nicht als Störaktion empfand, berichteten Journalisten via Kurznachrichtendienst "Twitter" auch von Beschimpfungen durch Unterstützer der Flüchtlinge in Richtung Caritas. "Die Caritas ist schuld daran, dass wir kein Zuhause mehr haben!", ertönte es aus den Mündern von Flüchtlingen und Aktivisten.
Laut Schwertner hatten die Flüchtlinge die von ihm zuvor ausgesprochene Einladung, auf der Bühne über ihre Anliegen zu sprechen, abgelehnt. Beim Buffett griffen sie jedoch zu.
Räumung der Akadamie am Nachmittag
Nach gezogen waren, verließen die Flüchtlinge am Dienstag das Gebäude. Sie räumten freiwillig und ohne Zutun der Polizei den Hörsaal und die Aula. Die eigentlich für Mittag geplante Abreise verzögerte sich um wenige Stunden, da der Umzug noch organisiert werden musste. Ab 16 Uhr transportierten Lastwagen das Hab und Gut der Betroffenen ab.
"Es ist ein Kompromiss, nicht alle sind zufrieden, aber es ist eine gute, friedliche Lösung", sagte Rektorin Blimlinger. Laut Caritas muss keiner aus der Gruppe unversorgt auf der Straße stehen. Die meisten dürften privat untergekommen sein. Bislang haben sie darauf bestanden, gemeinsam untergebracht zu werden.
Auch in den nächsten Wochen können sich die Flüchtlinge zeitweise in der Aula der Uni aufhalten. Die Halle können sie im November noch für ihre Zusammentreffen nutzen, bekräftigte Blimlinger. Für 24. November, zum Jahrestag des Protestmarsches der Refugees, haben sie bereits eine Demonstration angekündigt, um weiterhin auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.