Welt

Flüchtlingsdemo für mehr Taschengeld eskaliert

150 Asylbewerber sind von der Unterkunft am Fliegerhorst ins Fürstenfeldbrucker Zentrum marschiert. Dort war die Situation eskaliert.
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:56

Die Proteste starteten bereits Mittwochmorgen in der Unterkunft im deutschen Fürstenfeldbruck, die Polizei wurde gerufen. Die Lage blieb aber angespannt, die die Asylwerber zogen von der Unterkunft zum Rathaus. Dort forderten die Asylwerber besseres Essen in ihrer Unterkunft und mehr Taschengeld. Aus Gerangeln und Verkehrsbehinderungen wurde ein tumult.

"Das Essen ist schlecht, die Unterkunft auch, das Taschengeld zu wenig und in Deutschland ist alles schlecht", werden die Protestierenden von einem Zeugen gegenüber der "Welt" zitiert. Außerdem verlangten die Asylwerber, ein Statement in den Medien abzugeben. Aus der Enttäuschung darüber, dass keine Kameras anrückten, sei Aggressivität geworden.

Nachdem die Polizei den Demonstrationsort abgesperrt hatte, löste sich der Zug zur Hälfte auf, andere zogen erst Stunden später ab. Bis dahin war es zu mehreren Schlägereien mit der Polizei gekommen. Diese hatte ein Großaufgebot vor Ort zusammengezogen und Hundestaffeln hinzubeordert. Bei den Tumulten wurde ein Polizist verletzt. (red)