Der Asylfall einer zehnköpfigen Flüchtlingsfamilie sorgt in ganz Deutschland gerade für einen Riesen-Wirbel.
Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" kassierte die Familie über 7.300 Euro. Monatlich! Ein Einkommen, von denen viele "Normalverdiener" nur träumen können.
Der Grund für den hohen Betrag liegt nicht nur an der Anzahl der Familienmitglieder, sondern auch an der Dauer der Bearbeitung des Falls. Wie die "Bild" berichtet, dauerte dieser nämlich über 15 Monate.
Anspruch auf Sozialhilfe
Und da Asylwerber ab dieser Zeit Anspruch auf Sozialhilfe haben, überwies die Bundesrepublik Deutschland der Familie N. exakt 7.345,54 Euro. Ein Gehalt, das in Österreich ungefähr mit dem eines Politikers vergleichbar ist.
Foto: privat/Bild am Sonntag
"Die Kosten für die Unterbringung einer zehnköpfigen Familie in einer Gemeinschaftseinrichtung monatlich können durchaus über 4000 Euro betragen. Darin sind dann bereits alle Nebenkosten enthalten, ähnlich einem Studentenwohnheim oder einer anderen möblierten Unterkunft. Zudem ist auch die soziale Grundbetreuung enthalten", erklärt Brigitte Laux vom Landratsamt Leipzig gegenüber der "Bild".
Wie lange die Familie über 7.000 Euro im Monat kassierte, ist übrigens nicht genau bekannt. Vom Landratsamt Leipzig gibt es dazu keine näheren Auskünfte.
Probleme bei Asylverfahren
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das für Asylverfahren verantwortlich ist, hat laut "Bild" erhebliche Probleme mit der Abarbeitung von Asylfällen.
Der Fall in Leipzig lässt bei vielen Menschen gerade die Wogen hochgehen. Auch bei hochrangigen Politikern stößt der Fall auf Unverständnis. Kai Wegner von der CDU fordert sogar eine Gesetzänderung: "Es ist ein Skandal, dass unsere Sozialhilfe manchen Flüchtlingsfamilien Einkünfte ermöglicht, von denen Normalverdiener nur träumen können. Hier fehlt mir jedes Verständnis. Die Gesetze müssen schnellstmöglich angepasst werden". (wil)