Flüchtlingslager in Rom von Salvini entfernt

Der italienische Innenminister greift hart durch. Er ließ ein Migrantencamp räumen. NGOs sprechen von einer "Schande".

Für Matteo Salvini ist klar, dass er rechtsfreie Räume "nicht mehr tolerieren" wolle. Einer davon war für ihn die Zeltstadt hinter dem römischen Bahnhof Tiburtina. Rund 200 Menschen lebten dort. Zum großen Teil Flüchtlinge, aber auch Obdachlose und Roma suchten dort Unterschlupf und wurden von der Hilfsorganisation "Baobab Experience" unterstützt.

Damit ist es nun vorbei. Die Polizei räumte das Lager. Die Menschen dürfen sich dort nicht mehr aufhalten. Für die NGO ist diese Aktion eine "unendliche Schande für die Stadt". Auf Twitter schrieb man: "Die sozialen Probleme löst man in Rom so: Mit der Polizei und dem Bagger".

"Keine Garantie für Asyl"

Italien will in Zukunft die Migrationspolitik verschärfen. Im Senat wurde ein Dekret verabschiedet, mit der man Migranten einfacher ausweisen kann. Zudem soll die Aufenthaltsgenehmigung aufgrund humanitärer Gründe abgeschafft werden. Flüchtlinge will man außerdem in großen Auffangzentren unterbringen.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zeigt sich besorgt. Denn aufgrund der Neuerungen, würden auch Opfer von Vergewaltigungen und Folter "keine Garantie" für Asyl bekommen.

(slo)

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