636 Asylwerber sind derzeit in der ehemaligen Zollamtsschule in Wien-Erdberg untergebracht. Das Bundesquartier für Flüchtlinge wurden bisher von der Firma ORS, die auch für die Erstaufnahmestelle Traiskirchen verantwortlich ist, betreut. Nun übernimmt die Stadt Wien das Quartier, das umgebaut und zu einer permanenten Grundversorgungsunterkunft für Familien gemacht werden soll.
Der Vertrag zwischen Innenministerium und dem Fonds Soziales Wien soll, wie der "ORF" berichtet, in wenigen Tagen unterschrieben werden. Bereits erzielt worden sei eine Einigung mit dem Eigentümer, der Bundesimmobiliengesellschaft. Damit ist nicht mehr die ORS für das Quartier zuständig, Caritas und Arbeiter-Samariter-Bund übernehmen die Betreuung der Asylwerber stattdessen.
Von den derzeit 636 Personen in Erdberg sind 314 unbegleitete Jugendliche und Kinder. Nach und nach sollen sie auf kleinere Quartiere in ganz Wien aufgeteilt werden. Die ehemalige Zollamtsschule selbst soll nun umgebaut werden. Die Zwei- und Vierbettzimmern sollen zu Wohneinheiten für Familien werden. Dort soll es dann auch, wie in allen Wiener Versorgungseinrichtungen, Deutschkurse geben.