Reiher gerettet, Flügel musste amputiert werden

Der Reiher hatte einen gebrochenen Flügel.
Der Reiher hatte einen gebrochenen Flügel.Bild: Pfotenhilfe Lochen

Eine Autofahrerin entdeckte einen schwer verletzten Graureiher in Grieskirchen. Dem Vogel musste ein Flügel abgenommen werden. Jetzt erholt er sich bei der Pfotenhilfe in Lochen.

Vermutlich tagelang musste ein Reiher schwer verletzt bei Grieskirchen ausharren. Mittwochmittag folgte dann die lang erhoffte Hilfe.

Eine Lenkerin wurde entlang der B135 auf den Vogel aufmerksam und verständigte die Tierschützer der Pfotenhilfe Lochen (Bez. Braunau).

Ein Wildtier-Experte machte sich kurz darauf auf den Weg und konnte das Tier einfangen. "Normalerweise ist es schwierig, einen verletzten Reiher zu fangen, aber dieser war schon sehr geschwächt, da die Verletzung nicht frisch war", so Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler.

Rasch wurde deutlich, dass sich der Reiher einen Flügel gebrochen hatte. Anfangs wurde sogar überlegt, das Tier aufgrund des schlechten Zustands von seinen Schmerzen zu erlösen. Für eine Operation samt Narkose wäre er vermutlich zu schwach gewesen.

Mit Antibiotika behandelt

Da aber der Flügel fast keinen Kontakt mehr zum Körper hatte, entschied sich die Tierärztin, den Flügel gleich abzunehmen. Die Wunde wurde versorgt und der Vogel mit Antibiotika behandelt.

Stadler: "Wir können noch nicht sagen, ob der Reiher durchkommen wird, aber ein sehr gutes Zeichen ist, dass er gleich gierig den angebotenen Fisch verschlungen hat."

Wenn der Reiher wieder gesund wird, kann er auf dem Hof der Pfotenhilfe bleiben. Schon im Vorjahr hat ein verletzter Reiher ein Platzerl auf dem Areal mit den großzügigen Teichen erhalten.

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