Polizei meint: "Vielleicht gab es gar keine Drohnen"

Nachdem ein Paar verhaftet wurde, das für die Drohnen-Attacke am Flughafen Gatwick verantwortlich gewesen sein soll, rudern die Behörden nun zurück.

Rund 40 Mal waren Drohnen über jenem Flughafen gesichtet worden, der der achtgrößte in Europa und der zweitgrößte in Großbritannien ist. Insgesamt waren als Vorsichtsmaßnahmen seit Mittwochabend etwa 1.000 Flüge ausgefallen oder umgeleitet worden.

Die Polizei suchte auf Hochtouren nach den Tätern und verdächtigte zunächst ein Paar. Am Freitag wurde das Haus der Briten gestürmt, beide wurden verhaftet. Nach kurzer Zeit ließ man das Paar aber wieder ohne Anklage frei. Der Verdacht hat sich nicht erhärtet.

Kritik an Polizei

Nun rudern die Behörden noch weiter zurück: Wie britische Medien berichten, glaubt die Polizei nun, dass es vielleicht gar keine Drohnen gab, die den Flugverkehr behinderten. Jason Tingley, Polizeichef aus Sussex, erklärte, dass man derzeit Aufnahmen auswerte, um herauszufinden, was genau passiert ist.

Ebenso wird die Polizei derzeit für die Verhaftung des Paares kritisiert. So soll es gar keine Anzeichen gegeben haben, dass die Briten überhaupt im Besitz einer Drohne gewesen sein sollen. Der Arbeitgeber des Mannes meinte gegenüber Metro: "Ich stand immer hinter der Arbeit der Polizei, aber in diesem Fall lagen sie absolut falsch." Er erinnert daran, dass der Fall auch seinem Unternehmen hätte schaden können.

Mittlerweile wurden über 50.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgeschrieben. Der Schaden für den Flughafen beläuft sich mittlerweile auf mehrere Millionen Euro.

(slo)

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