Flughafen lässt Terrorist mit Bombe fliegen

Am Flughafen von Manchester (GB) durfte der mutmaßliche Terrorist Nadeem M. (43) trotz Bombe im Gepäck weiterreisen.
Am Flughafen von Manchester (GB) durfte der mutmaßliche Terrorist Nadeem M. (43) trotz Bombe im Gepäck weiterreisen.Bild: zVg
Die Security in Manchester (GB) glaubte nicht, dass die selbstgebastelte Bombe funktioniert und ließ den Extremist gehen

Unfassbare Panne am Flughafen von Manchester (GB): Wie jetzt durch einen Gerichtsprozess per Zufall herauskam, ließ das Sicherheitspersonal an dem britischen Airport einen mutmaßlichen Terroristen (43) mit einer selbstgebauten Bombe gehen und ins nächste Flugzeug steigen. Grund: Sie dachten nicht, dass der Sprengsatz funktionieren würde!

Die filmreife Story: Der in Bury (GB) wohnhafte Pakistaner Nadeem M. (43), der zudem einen italienischen Pass besitzt, wollte von Manchester nach Bergamo (Italien) fliegen – im Gepäck hatte er eine selbstgebastelte Rohrbombe. Laut seiner Aussage vor Gericht verfolgte er den Plan, die Boeing 737 auf dem Flug in die Luft zu sprengen. Doch die Security entdeckte den Sprengsatz – mit ungeahnten Folgen.

Die Polizei fand keinen Sprengstoff – und ließ ihn gehen!

M. gab an, dass ihm der Fund nicht gehöre, sondern von einem Fremden oder seiner Ehefrau (!) in den Koffer gepackt worden sein muss. Knaller: Der Extremist wurde von der Polizei zwar verhört, aber nicht festgenommen und auf freien Fuß gesetzt. Grund: Die Beamten untersuchten den Bausatz aus Batterien, Klebeband, Drähten und Stiften, fanden aber kein explosionsfähiges Material! Das nahm der Hobby-Bombenleger zum Anlass, mit der nächsten Maschine nach Bergamo zu fliegen – ob er einen neuen Sprengsatz dabei hatte, wird jetzt ermittelt.

In der Zwischenzeit wurde die sichergestellte "Attrappe" an einen Sprengstoffexperten geschickt, der aus allen Wolken fiel: "Es war ein sehr einfacher, aber voll funktionsfähiger Sprengsatz!", so Lorna Philp vor Gericht. Nadeem M. wurde schließlich auf dem Rückflug von Italien verhaftet – wie durch ein Wunder kam die Maschine heil in England an. Auch gegen die Beamten am Flughafen wird jetzt ermittelt. (tas)

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