Flughafen Schwechat ist jetzt barrierefrei

Bild: Sabine Hertel

Der Flughafen Wien-Schwechat bekommt bis Jahresende ein neues Leitsystem und behindertengerechte Einrichtungen. 650 Hinweistafeln werden zur Verbesserung der Orientierung ausgetauscht. Gleichzeitig erfolgt auch die Umbenennung der "Check-in"- Bereiche in "Terminals".

Der Flughafen Wien-Schwechat bekommt bis Jahresende ein neues Leitsystem und behindertengerechte Einrichtungen. 650 Hinweistafeln werden zur Verbesserung der Orientierung ausgetauscht. Gleichzeitig erfolgt auch die Umbenennung der "Check-in"- Bereiche in "Terminals".

Am Dienstag wurden am Schwechater Flughafen einige Neuerungen vorgestellt. Barrierefreiheit gibt es nun an jedem Ort am Flughafen:

Barrierefreier Durchgang. Zwischen dem neuen und alten Gebäude gelangen künftig auf einer 43 Meter langen und 2,6 Meter breiten Rampe Menschen mit Behinderungen, aber auch Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit Trolleys bequem in den anderen Terminalabschnitt.

Hinweistafeln. Die neuen Hinweistafeln sind mit schwarzem Hintergrund und weißer, vergrößerter Schrift versehen. Auch die Piktogramme wurden an die Sehentfernung angepasst, zudem dienen Farbcodierungen bei den Gates als zusätzliche Orientierungshilfe. Das neue Leitsystem helfe jedem Passagier sich zurecht zu finden, betonte Elmar Fürst von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen in Österreich. Zudem wurden die Monitore für Fluginformationen "annäherbar" gemacht, d.h. sie stehen den Passagieren auf Augenhöhe zur Verfügung, was die Lesbarkeit erleichtern soll.

Haltegriffe & Co. Neben diesen beiden Projekten wurden 150 Einzelmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen definiert, wovon bereits 82 Prozent umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem das Anbringen von Haltegriffen und das Versetzen von Notruftastern in den Toiletten. Weitere Ziele sind die Verbreiterung von Behindertenparkplätzen, die Einrichtung von induktiven Höranlagen bei den Passkontrollen sowie die Einrichtung eines Mobilitäts- und Familienserviceschalters. Geplant sind auch Monitore mit Informationen in Gebärdensprache und Ergänzungen im taktilen Blindenleitsystem.

Terminal 2 möglicherweise vor Renovierung

Bis Jahresende soll überdies die Entscheidung fallen, ob das älteste Gebäude am Flughafen, der Terminal 2, neu errichtet oder renoviert wird. Jedenfalls würden die Behindertenorganisationen von Anfang an in die Planung miteingebunden werden, sagten die Vorstände.

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