Welt

Flugzeugträger von Obama in den Irak entsandt

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:30

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat wegen der Irak-Krise die Verlegung eines Flugzeugträgers in den Persischen Golf angeordnet. Damit solle Präsident Barack Obama zusätzliche Flexibilität gegeben werden, "sollten militärische Optionen nötig werden, um das Leben von Amerikanern, Bürgern und Interessen im Irak zu schützen", teilte das Pentagon mit. Indes formiert sich im Irak der Widerstand gegen die die radikle Islamistengruppe ISIL.

die Verlegung eines Flugzeugträgers in den Persischen Golf angeordnet. Damit solle Präsident Barack Obama zusätzliche Flexibilität gegeben werden, "sollten militärische Optionen nötig werden, um das Leben von Amerikanern, Bürgern und Interessen im Irak zu schützen", teilte das Pentagon mit. Indes formiert sich im Irak der Widerstand gegen die die radikle Islamistengruppe ISIL.

Demnach befand sich der Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" bisher im Arabischen Meer und sollte am späten Abend (US-Zeit) sein Ziel erreichen. Begleitet werde er von einem mit Raketen bestückten Kreuzer und einem Zerstörer.

Nach dem rasanten Vormarsch der Islamistengruppe ISIL im Irak haben sich Tausende Freiwillige zum Widerstand gegen die sunnitische Terrororganisation bereit erklärt. Allein in Najaf würden 100.000 Rekruten für die Aufnahme in die irakische Armee erwartet, berichtete "Al-Sumaria News" am Samstag. Zuletzt hieß es in Bagdad, einige von ISIL eingenommene Städte seien zurückerobert worden.

Ministerpräsident Nuri al-Maliki rief Sunniten und Schiiten zum gemeinsamen Kampf gegen den Terror auf. "Wir gehören zu einem Land und einer Religion", appellierte er am Samstag in einer Fernsehansprache an seine Landsleute. "Hört nicht auf die, die über Sunniten und Schiiten reden", sagte Al-Maliki in der zentralirakischen Stadt Samarra, die offensichtlich aus der Gewalt von ISIL-Kämpfern zurückerobert wurde. "Von Samarra aus beginnen wir die Schlacht, um den Terrorismus zu besiegen."

Die sunnitische Terrorgruppe "Islamische Staat im Irak und in Syrien" (ISIL/ISIS) kämpft gegen Schiiten, die sie als "Abweichler" von der wahren Lehre des Islams ansehen. Im Irak fühlen sich viele Sunniten seit Jahren von der schiitisch dominierten Regierung in Bagdad diskriminiert. Deswegen fiel der Terrormiliz der Vormarsch zunächst leicht. und brachte mehrere Städte unter ihre Kontrolle, darunter die nördliche Millionenmetropole Mossul. Aus verschiedenen Richtungen wollen ISIL-Kämpfer nun Bagdad umzingeln und in die Stadt einrücken.

Ziel der Terroristen ist ein sunnitischer Gottesstaat

Ziel der Terrortruppe ist ein sunnitischer Gottesstaat vom östlichen Mittelmeer bis zum Persischen Golf. Nach UN-Angaben wurden bei Kämpfen in den vergangenen Tagen mehrere Hundert Zivilisten getötet und etwa 1.000 verletzt. Berichte über Massenhinrichtungen durch ISIL-Extremisten lösten international Entsetzen aus. ISIL selbst verbreitet im Internet Fotos von exekutierten Klerikern und irakischen Soldaten. Hunderttausende Iraker sollen auf der Flucht sein.

  

 

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