Bei schweren Regenfällen und heftigen Unwettern wurde Mittelgriechenland in den vergangenen Tagen verwüstet. Die Zahl der Todesopfer in den überfluteten Gebieten ist bereits auf 14 gestiegen, wie der griechische Sender ERTnews unter Berufung auf Feuerwehr und Polizei berichtet.
Weiterhin werden noch drei Menschen vermisst, darunter auch ein Ehepaar aus Österreich. "Sie wurden noch nicht gefunden", bestätigte eine Sprecherin des Außenministeriums. Das Paar aus Graz ist frisch verheiratet und wollte die Flitterwochen in Griechenland verbringen. Sie wurden offenbar mit ihrem Bungalow ins Meer gerissen, "Heute" berichtete.
Die Rettungsteams konnten bisher noch längst nicht alle vom Wasser abgeschnittenen Dörfer erreichen. Zudem erhöht sich wegen des stehenden Wassers Tag für Tag die Gefahr von Seuchen. Den Menschen wurde dringend geraten, nur sicheres Trinkwasser etwa aus Flaschen zu nutzen, auf keinen Fall das Wasser der Überschwemmungen.
Innerhalb kurzer Zeit waren in einigen Regionen mehr als 800 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen – deutlich mehr als die normale Niederschlagsmenge eines ganzen Jahres.
Menschen werden nach wie vor mit Schlachbooten und Hubschraubern aus ihren Häusern gerettet. Laut Schätzungen der Behörden stehen mehr als 73.000 Hektar unter Wasser.