Flut kam über Nacht

Überflutete Häuser, gesperrte Straßen, Rettungskräfte im Dauereinsatz: Niederösterreich befindet sich im Ausnahmezustand. Am Mittwoch stieg der Wasserpegel einiger Donau-Zubringer auf Fünf-Jahres- und sogar auf Zehn-Jahres-Höchstwerte. Den Hilfskräften der Feuerwehr und des Bundesheeres wird alles abverlangt.

Der Kampf gegen die Wassermassen ist mühsam, und oft riskieren die Helfer ihr eigenes Leben. So in Amstetten: Zwei Angestellte des Wasserwerks waren eben damit beschäftigt, einen Damm zu sichern, als dieser von der Flut weggespült wurde. Sie mussten in einer waghalsigen Rettungsaktion aus der Ybbs geborgen werden.

Eine Szene, die sich überall im Katastrophengebiet abspielen könnte: Sieben Bezirke in Niederösterreich sind immer noch akut vom Hochwasser betroffen. Besonders dramatisch ist die Lage aber im Mostviertel. Die Ortschaften Hollenstein an der Ybbs und Ybbsitz stehen unter Wasser und sind von der Außenwelt abgeschnitten. Schulen und Kindergärten wurden gesperrt, die Einwohner flüchteten in die oberen Stockwerke.

In St. Pölten stand der Alpenbahnhof einen Meter unter Wasser. Der Betrieb der Mariazeller Bahn musste eingestellt werden. Die Türen-Fabrik Reinex wurde überflutet - Millionen-Schaden. Bei einer Stilllegung wackeln 50 Jobs.

Um der Lage Herr zu werden, wurden 3300 Mann von 246 Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich mobilisiert. 380 Mann des Bundesheeres sind ebenfalls damit beschäftigt, gegen die Fluten anzukämpfen. Auch die Luftwaffe ist im Einsatz: Neben drei Hubschraubern wird auch ein Flugzeug starten.

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