Österreich

Flut: Millionen-Hilfe von LH Pröll!

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:00

Wie viel Schaden die verheerenden Regenfälle am Wochenende im Wald- und Weinviertel angerichtet haben, lässt sich noch nicht beziffern. Landeshauptmann Erwin Pröll rechnet aber mit mehreren Millionen Euro - und verspricht allen Betroffenen rasche Hilfe. Das Geld soll ganz unbürokratisch ausbezahlt werden.

Im Großraum Hadres (Bezirk Hollabrunn) dauern die Aufräumarbeiten auch zwei Tage nach den Unwettern noch an: 50 Feuerwehrleute sind auch am Montag noch im Einsatz - pumpen weiter Wasser vom kniehoch gefluteten Sportplatz und räumen Keller aus. Im benachbarten Zellerndorf (Hollabrunn), das - weiter oben am Flusslauf gelegen - schon vor Hadres von den Wassermassen der Pulkau überschwemmt worden war, sind unterdessen schon die Schadenskommissionen unterwegs. Mindestens zwei Tage werden die Sachverständigen von Land und Gemeinde laut Bürgermeister Karl Schwayer brauchen, um alle betroffenen Häuser abzuklappern.
Wir müssen mindestens 100 Häuser begutachten. Wir haben Straßen, da sind alle Häuser 1,70 Meter unter Wasser gestanden, schildert Schwayer die Lage in seinem Ort. Er baut - wie auch die Bürgermeister der anderen vom Wetter gebeutelten Gemeinden - auf die Versprechen von Landeshauptmann Erwin Pröll.
Dieser bekräftigt: Es wird noch diese Woche das erste Geld ausbezahlt!. Bis zu 20 Prozent der von den Kommissionen ermittelten Schadenssummen erhalten Unwetter-Opfer vom Land, das Geld dafür stammt aus dem Katastrophenfonds. Im Büro des Landeshauptmanns rechnet man mit mindestens zehn Millionen Euro.
Zusätzlich hat das Land nach den verheerenden Überschwemmungs-Jahren 2002 und 2006 das Budget für Hochwasser-Schutz aufgestockt: 60 Millionen Euro stehen jetzt jährlich bereit. Ein paar davon wünscht sich Zellerndorf, die Gemeinde plant ein Auffangbecken für die Pulkau.
Bis das fertig ist, bleibt nur banges Hoffen: Neue Unwetter soll es am Wochenende geben.Lisa Steiner

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