Flying Fox-Unfall: Bremsseil nicht eingehängt

Bei einer Fahrt mit einer Stahlseilrutsche über die Mur ist eine 36-Jährige am Samstagvormittag in der Grazer Innenstadt mit voller Wucht gegen die Kai-Mauer gefahren. Sie wurde schwer verletzt, der Betrieb des "Flying Fox" ist vorübergehend eingestellt.

Bei einer Fahrt mit einer Stahlseilrutsche über die Mur ist eine 36-Jährige am Samstagvormittag in der Grazer Innenstadt mit voller Wucht gegen die Kai-Mauer gefahren. Sie wurde schwer verletzt, der Betrieb des "Flying Fox" ist eingestellt.

Der sogenannte "Flying Fox" war von der Dachterrasse eines Kaufhauses gespannt und verlief über die Mur an das gegenüberliegende Ufer. Eine 36-jährige Frau fuhr während einer Fahrt mit der Stahlseilrutsche ungebremst in die gegenüberliegende Kai-Mauer. Die Frau dürfte vermutlich nicht richtig am Seil befestigt gewesen sein. Sie blieb schwer verletzt im Böschungsbereich der Mur liegen und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Nicht richtig befestigt

Mittlerweile wurde der Ehemann der Verletzten und Zeugen des Unglückes befragt. Der Bergführer, der die Anlage bediente, soll nächste Woche einvernommen werden.

Der Ehemann berichtete, dass er gesehen habe, wie seine Frau im Gegensatz zu den vorherigen Benutzern immer schneller wurde und dann rücklings in die Mauer prallte. Zeugen gaben an, dass die Verunfallte nur an einem anstatt an beiden Seilen gesichert gewesen war.

Bremsseil nicht eingehängt

Trotz der Zeugenaussagen konnten bisher nur wenige Dinge geklärt werden. Auf jeden Fall handelte es sich nicht um einen Materialfehler, das bestätigte Roland Janko von der Alpinpolizei gegenüber der "Kleinen Zeitung". Fix ist auch, dass das Bremsseil nicht eingehängt war.

Künstlicher Tiefschlaf

Die Frau wurde mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert und stundenlang notoperiert. Die Alpinpolizei teilte "orf.at" mit, dass der Frau mehrere Wirbelbrüche, Brüche beider Schulterblätter und Rissquetschwunden diagonstiziert wurden. Nach der stundenlangen Not-OP wurde sie in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Mittlerweile ist die Frau wieder ansprechbar. Sie dürfte keine bleibenden Schäden davontragen.

Der Betrieb des "Flying Fox" ist nun abgesagt. Die Attraktion wurde zugunsten des "Ö3-Weihnachtswunders" von der Firma Gigasport auf der Terrasse des Kaufhauses "Kastner & Öhler" installiert. Mit der Rutsche konnte man gegen eine Spende an "Licht ins Dunkel" ans andere Murufer segeln. "Ö3" sendet bis 24. Dezember aus einem gläsernen Studio am Mariahilferplatz.

Die Stellungnahmen von Ö3 und dem Kaufhaus auf der nächsten Seite...

Reaktion von Ö3

Ö3 kommentierte auf Facebook nach Fragen von Zuhörern: "Es tut uns sehr leid, dass es beim „Flying Fox“ über die Mur zu einem Unfall gekommen und eine Frau dabei verletzt worden ist. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand liegen uns derzeit keine Informationen vor. So wie derzeit viele kleinere und größere Initiativen das Anliegen des Ö3-Weihnachtswunders unterstützen, ist auch dieser „Flying Fox“ von einem externen Veranstalter als zusätzlicher Spendenanreiz erdacht und installiert worden – den Erlös wollten die Veranstalter der Aktion als Spende übergeben. Der Veranstalter hat den Flying Fox nach dem Zwischenfall abgesagt. Wir wünschen der Verletzten viel Kraft und hoffen auf rasche Genesung!"

On Air sprach Robert Kratky davon, dass es ein Veranstalter in Graz "übertrieben" hat. Alle haben nur das Beste im Sinn gehabt. Das gesamte Ö3-Team wünschte der Verletzten viel Kraft und gute Besserung. Kratky fügte noch hinzu: "Und es war mutig, das muss man auf jeden Fall dazusagen."





wie wärs mit einer stellungnahme?
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Kastner & Öhler nahm auf Facebook ebenfalls zu dem Unfall Stellung:

 
 





Liebe K&Ö- und Gigasport-Freunde! Leider ist es am Vormittag zu einem Zwischenfall beim Flying Fox von der...
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