Franco Foda hat genug. Nach der jüngsten Enttäuschung in der Schweizer Super League zeigt sich der Deutsche tief enttäuscht.
Ein FCZ-Sieg in Winterthur? Pflicht. Denn Trainer Franco Foda (56) braucht dringend den ersten Saisonsieg – und deshalb dieses lang ersehnte erste Tor. Pflicht erfüllt? Nein. Zwar gibts den ersten Liga-Treffer 2022/23. Aber auf den ersten Dreier muss Fodas Team weiter warten.
Zu dominant tritt am Sonntag der FCW in der ersten Hälfte auf – zu ideenlos wirkt der FCZ. Vor allem in der ersten Hälfte sind die Winterthurer drückend überlegen – vergeben reihenweise beste Torchancen. Die erste wirklich herausgespielte Torchance der Gäste hingegen erspielen sie sich erst kurz vor dem Schlusspfiff.
"So darfst du nicht auftreten in der ersten Halbzeit", urteilte Foda nach dem Spiel. Da gäbe es keine Ausreden: "Wir haben viele Basics vermissen lassen." Deshalb hätte der Deutsche in der Pause auch etwas lauter werden müssen. Und handlungsfreudig: Ein früher Doppelwechsel bringt dann doch etwas meisterlichen Aufschwung. Das Tor fällt aber auf der anderen Seite. Ausgerechnet Ex-Zürcher Francisco Rodriguez trifft nach einem Konter (73.).
Nur weil Joker Fabian Rohner nach einem Bock von Winterthur-Diaby dann nach gut 445 Meisterschaftsminuten doch noch für Zürich trifft (85.), endet das erste Zürcher Derby der Saison nicht ganz in einem FCZ-Debakel. Denn für "Winti" wäre hier mehr drin gelegen.
Das findet auch Torschütze Francisco Rodriguez: "Klar ist es toll, gegen den Ex-Verein zu treffen, aber am Ende überwiegt ein bitterer Beigeschmack." Beim Gegentor hätte sich das Team naiv verhalten. So bleiben beide Teams auf zwei Zählern sitzen – und Zürich wegen des schlechteren Torverhältnisses Schlusslicht.
Der FC Zürich wurde vergangene Saison souverän Schweizer Meister. Dann übernahm der ehemalige österreichische Teamchef im Sommer. Unter Fodas Leitung legte der Klub einen desaströsen Saisonstart hin, rangiert nach fünf Spieltagen mit nur zwei Punkten an zehnter Stelle und ist damit Letzter,