700.000 Euro für den Kampf gegen Antisemitismus

Am Donnerstag wurde ein neuer Fördervertrag zwischen dem Innenministerium und der Israelitischen Religionsgemeinschaft abgeschlossen.
Am Donnerstag wurde ein neuer Fördervertrag zwischen dem Innenministerium und der Israelitischen Religionsgemeinschaft abgeschlossen.BMI
Am Donnerstag wurde ein neuer Fördervertrag zwischen dem BMI und der Israelitischen Religionsgemeinschaft abgeschlossen. Er beläuft sich auf 700.000€.

Innenminister Karl Nehammer und IRG-Präsident Oskar Deutsch unterzeichneten am Donnerstag den neuen Fördervertrag zwischen dem Innenministerium und der "Israelitischen Religionsgesellschaft". Zuvor hat es bereits einen dreijährigen Fördervertrag gegeben, der Ende 2020 ausläuft. Der Fördervertrag umfasst alle Sicherheitseinrichtungen der vier Kultusgemeinden in Österreich zum Schutze aller Gemeindemitglieder. Darin enthalten sind sicherheitstechnische und bauliche Maßnahmen, wie Sicherheitstüren, Geländesicherung, Alarm- und Kameraüberwachungsanlagen u.ä. Die Fördersumme beträgt für die kommenden drei Jahre knapp 700.000,- Euro.

"Mir ist der Schutz der jüdischen Gemeinden in Österreich sehr wichtig", erklärt Nehammer. "Deshalb war es mir ein großes Anliegen, die jahrelange, bewährte Zusammenarbeit des Innenministeriums mit der Israelitischen Religionsgesellschaft in Österreich fortzusetzen und den entsprechenden Fördervertrag mit der IRG für drei Jahre zu verlängern." "Antisemitismus darf in unserer offenen, liberalen Gesellschaft keinen Platz haben. Und gemeinsam mit allen staatlichen Institutionen sind wir stark im Kampf gegen Antisemitismus", sagte Karl Nehammer.

Terroranschlag allgegenwärtig

Auch IRG-Präsident Deutsch ist über die weitere Zusammenarbeit erfreut. Mit Blick auf die Geschehnisse vom 2. Novembersagt er: "Antisemitismus ist eine Vorstufe von Terrorismus. Ihn zu bekämpfen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Eine der Voraussetzungen für jüdisches Leben ist der Schutz von Einrichtungen der vier Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich".

Auch Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler erinnert an den Terrorakt von Wien. "Die Ereignisse vom 2. November 2020 haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Sicherheit der jüdischen Gemeinde zu gewährleisten. Ich halte es für keinen Zufall, dass das Attentat in unmittelbarer Nähe des Stadttempels stattgefunden hat", sagte Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler. Sie erinnerte auch daran, dass das österreichisch-jüdische Kulturerbe Teil unserer nationalen Identität sei. Daraus ergebe sich unsere Verpflichtung, dieses Erbe zu sichern und zu bewahren.

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