Fördergeld versickert

AK-Präsident Johann Kalliauer fährt mit schwerem Geschütz auf: Weil in Oberösterreich 11.000 Jugendliche ohne Job und berufliche Perspektive dastehen, umgekehrt Millionen im bestehenden Förderungsdschungel versickern, soll eine eigene Jugendausbildungs-Gesellschaft effizientere Arbeitsmarktpolitik ermöglichen.

Für Arbeitnehmer-Chef Kalliauer und den Leiter der AK-Abteilung Wirtschaftspolitik, Josef Moser, gestalten sich die Berufsaussichten der 15- bis 24-jährigen Jugendlichen in Oberösterreich als dramatisch: Knapp 11.000 Mädchen und Burschen sind auf der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Arbeitsplatz. Tendenz: weiter steigend.

Und für Kalliauer sind die Ursachen der negativen Jobspirale klar: Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise seien Unternehmen immer weniger bereit, Lehrplätze zur Verfügung zu stellen. Umgekehrt erwies sich der üppig wuchernde Dschungel an Förderungen - jährlich wenden Land OÖ, AMS und Bund 71 Millionen Euro auf - als wenig effektiv: Die im Einzelnen gut gemeinten Initiativen verpuffen. Und: Diese Jugendlichen werden in den Schulungen bestenfalls zwischengeparkt, das Problem wird nur zeitlich verlagert.

Stattdessen sollte eine neue Jugendausbildungs-Gesellschaft zielführend und vor allem koordiniert das Problem Jugendarbeitslosigkeit lösen: Wir stellen sofort 500.000 Euro dafür bereit.Carlo Korosa

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