Österreich

Forderung nach Zweitwohnsitzabgabe

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:06

Weil die Besitzer ihrer Zweitwohnsitze im Winter ihre Heizungen abdrehen, müssen in Gmunden Kinder frieren. Der Fall sorgt auch politische für Wirbel. Die SPÖ fordert erneut, dass endlich eine Zweiwohnsitzabgabe kommt.

In der Gmundner Rustonstraßen sitzen Familien frierend in ihren Wohnungen. Der Grund: Weil Nachbarn, die nur am Wochenende oder im Urlaub da sind ihre Heizungen abdrehen, können sie nicht heizen. Für die SPÖ Oberösterreich ist die Causa symptomatisch für das Problem mit den Zweitwohnsitzen.

"Was sich hier zeigt, ist die Realität in weiten Teilen des Salzkammergutes. Vermögende kaufen Häuser und Wohnungen als Zweitwohnsitz mit negativen Folgen vor Ort", sagt Landtagsabgeordnete Sabine Promberger. Sie fordert deshalb, dass das Land Oberösterreich endlich eine Zweitwohnsitzabgabe beschließt.

Denn nur so besteht auch die Chance, dass nicht genutzte Zweiwohnungen wieder an Wohnungssuchende vermietet werden könne. "Denn für junge Familien wird es immer schwerer ein Plätzen im Ort finden", so Promberger.

Denn Fall der frierenden Familien hat Karl Kammerhofer publik gemacht. Er wohnt selbst in dem Haus. "Die Situation ist unhaltbar. Derzeit sind in Gmunden 2.077 Wohnungen ohne Wohnsitzangabe oder sind Zweitwohnsitze", sagt er. Es wird zwar viel gebaut, junge Familien können sich aber keine Wohnungen leiten, ärgert er sich.

 

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