Formel 1

Formel-1-Revolution: Fliegt Monaco aus dem Kalender?

Bereits in der nächsten Formel-1-Saison könnte mit Monaco ein absoluter Renn-Klassiker aus dem Kalender fliegen. Es gibt Konkurrenz aus der Umgebung. 
Heute Redaktion
18.06.2022, 13:37

Der Kalender der nächsten Saison nimmt immer konkretere Formen an. 2023 kehrt die Formel 1 in die Glücksspiel-Metropole Las Vegas zurück. Dort wird der dritte US-Grand-Prix neben Austin und Miami gefahren. Darüber hinaus könnte auch Kyalami in Südafrika ein Comeback geben. Die Gerüchte über das Comeback auf dem afrikanischen Kontinent halten sich hartnäckig. "Wir sind eine Weltmeisterschaft, aber Afrika hat im Moment keinen Platz. Das muss sich ändern", sagte Formel-1-Boss Stefano Domenicali der "L´Equipe". 

Monaco kommt in Bedrängnis

Und machte eine weitere aussichtsreiche Bewerbung für ein Formel-1-Rennen öffentlich. "Es gibt ein unglaublich tolles Projekt in Nizza, das einen Grand Prix will. Es ist großartig und beweist, dass andere Orte in Frankreich an der Formel 1 interessiert sind", enthüllte der Formel-1-Boss. Schon bis Ende Juli könnte die Entscheidung fallen, ob Nizza in die Formel 1 aufgenommen wird. 

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Damit kommen jedenfalls zwei Rennstrecken gehörig unter Druck: einerseits Le Castellet, das sich seit 2018 im Formel-1-Kalender befindet, und der Klassiker in Monaco. Schon zuletzt wurde spekuliert, dass das Rennen im Fürstentum aus der Formel 1 verschwinden könnte, schließlich zahlen die Veranstalter aufgrund des Sonderstatus des Rennens kaum Antrittsgeld. Außerdem geriet die Strecke in den Straßenschluchten Monacos zuletzt schwer in die Kritik. Auf dem engen Kurs sind kaum Überholmanöver möglich. Die sonst so attraktiven Rennen gleichen einer Prozession. 

Auch die Streckenführung in Le Castellet wurde immer wieder kritisiert. Das Rennen konnte sich nie richtig in der Motorsport-"Königsklasse" etablieren. 

Rennstrecken-Rotation?

Nizza, der Nobel-Ort an der Cote d´Azur, wäre jedenfalls eine Gefahr für beide Rennstrecken. Dass in Monaco und dem nur eine halbe Stunde entfernten Badeort innerhalb einer Saison gefahren wird, ist kaum vorstellbar.

Die Lösung für ein derartiges Problem lieferte Domenicali gleich mit, bestätigte damit Gerüchte, die bereits wochenlang im Fahrerlager kursieren. Denn die Formel 1 wolle nicht über 23 oder 24 Rennen hinausgehen. "Um dies zu erreichen, werden wir nach dem Rotationsprinzip arbeiten. Nicht nur in Europa, sondern auch für andere Länder", schilderte der Italiener. 

Damit ist klar, dass sich gewisse Strecken abwechseln könnten. Das hätte den Vorteil, dass auf weit mehr Rennstrecken gefahren werden kann, die Betreiber auch zwei Jahre Zeit hätten, um das oftmals teure Antrittsgeld, das die Formel 1 verlangt, aufzutreiben. An der Finanzierung scheiterte in den letzten Jahren etwa die Austragung eines Rennens in Deutschland.

Gut möglich also, dass es dann auch Monaco erwischt, sich das Rennen mit Nizza abwechseln muss. Selbiges könnte auch Österreich bevorstehen...

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