Formel-1-Stars sauer: "Strecke in Scheiße verwandelt"

Lando Norris übte scharfe Kritik an der Formel-1-Strecke von Miami.
Lando Norris übte scharfe Kritik an der Formel-1-Strecke von Miami.Imago Images
Nach der Premiere in Miami wird heftig über den Kurs diskutiert. Die Fahrer verlangen Änderungen an der Strecke und am Asphalt. 

Bereits nach den Trainings zum Großen Preis von Miami übten die Piloten Kritik. Abseits der Ideallinie habe man kaum Grip, bemängelten die Motorsport-Stars. Nach dem Rennen wurden sie noch deutlicher. Vor allem McLaren-Pilot Lando Norris fand drastische Worte zum vieldiskutierten Asphalt auf dem Gelände rund um das Stadion des NFL-Teams Miami Dolphins, das normalerweise ein Parkplatz ist. 

"In Scheiße verwandelt"

"Eigentlich ist es eine tolle Rennstrecke, aber der Asphalt ist nicht auf Formel-1-Nieau. Er hat sich buchstäblich in Scheiße verwandelt", meinte der Brite. "Sie sollten die Strecke definitiv neu asphaltieren – mit einem Produkt, von dem wir wissen, dass es funktioniert und besseres Racing ermöglicht. Jeder hat ein tolles Rennen erwartet. Aber mit diesem Asphalt war es nicht möglich. Jedes Mal, wenn man zu weit abkommt, verliert man gleich zwei Sekunden", erklärte Norris weiter. 

Immer wieder rutschten Piloten während des Rennens auffällig stark, hatten danach Mühe, wieder auf die Ideallinie zurückzukommen. Auch Überholmanöver waren Mangelware. "Man kann kaum Rad an Rad fahren, weil es keinen Grip gibt. Es ist so, wie wenn auf einer nassen Strecke eine Linie trocken ist", fügte Mercedes-Pilot George Russell an. 

Schikane in der Kritik

Ähnlich harsch wird auch der zweite Sektor der Strecke kritisiert. Bereits im Vorfeld sprachen einige von einem "Mickey-Mouse-Kurs", andere abfällig von einem Streckenteil aus der Formel E. Speziell die langsame Schikane, die Kurven 14 und 15, wurden bekrittelt. 

"Wenn es die Schikane nicht geben würde, sondern eine langgezogene Kurve, wäre es eine wirklich tolle Strecke. So ist sie ein bisschen ruiniert", meinte Russell. Und Rennsieger Max Verstappen ergänzte: "Die Autos sind heutzutage so breit, lang und schwer, dass die Schikane richtig knifflig ist." Teamkollege Sergio Perez stimmte in die Kritik ein: "Wir müssen die Schikane unbedingt loswerden, es schadet dem Racing sehr." 

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