Verstappen unschlagbar – seine verrückte Statistik

Max Verstappen jubelt in Miami mit einem Football-Helm.
Max Verstappen jubelt in Miami mit einem Football-Helm.IMAGO Images
Er fliegt oder er siegt! Wenn es Max Verstappen ins Ziel schafft, gewinnt er das Rennen. Diese verblüffende Statistik hält auch nach Miami.

Völlig verschwitzt fuhr sich Weltmeister Max Verstappen durch die Haare, nachdem er sich als erster Sieger des neuen Formel-1-Spektakels in Miamiin den Geschichtsbüchern verewigt hatte. Unter Floridas Sonne bezwang der Red-Bull-Pilot am Sonntag in einem knallharten Duell seinen Titelrivalen Charles Leclerc im Ferrari und verkürzte mit dem dritten Sieg im fünften Saisonrennen weiter den Rückstand in der WM-Wertung.

Verblüffende Statistik

"Ich brauche jetzt erstmal einen Drink", funkte der Sieger an die Box. Kurios: Dreimal schaffte es Verstappen in dieser Saison ins Ziel, sowohl in Dschidda, Imola und nun in Miami siegte der Niederländer dann auch. In Sachir und Melbourne schied der 24-Jährige jeweils mit technischen Problemen aus und Rivale Leclerc grüßte von zuoberst auf dem Podest.

Vor dem Gastspiel in Barcelona in zwei Wochen liegt Verstappen nun nur noch 19 Punkte hinter WM-Leader Leclerc, der in Miami seine Pole-Position nicht voll nutzen konnte. "Es war ein sehr schwieriges Rennen, Red Bull hatte heute Tempovorteile", erklärte der Monegasse. Verstappen schnaufte kurz durch und sagte: "Das war sehr anstrengend. Ein unglaublicher Sonntag für uns."

Nach dem fulminanten Saisonstart scheint bei Ferrari die Anfangseuphorie etwas verflogen zu sein. Leclerc klagte nach dem Miami-GP: "Das Auto ist so schwer zu fahren." Auch nach den ersten Reifenwechseln und Neustart hinter dem Safety-Car blieb Verstappen unbedrängt an der Spitze. Trotz den Rängen zwei und drei in Miami wird die Luft für die Scuderia auch in der Konstrukteurswertung immer enger. Ferrari liegt neu nur noch elf Punkte vor Red Bull.

Schumacher und Vettel ärgert ihr Unfall

Für Aufsehen sorgte derweil aber nicht nur die kuriose Verstappen-Statistik. Dann gab es auch noch einen Crash zwischen Mick Schumacher (15.) und Sebastian Vettel (17.). Er geschah kurz vor dem Ende des Rennens. "Das ist natürlich doof für beide von uns. Das tut mir leid", sagte Vettel dem TV-Sender Sky nach dem Unfall, der die beiden deutschen Piloten mögliche WM-Punkte kostete. "Ich werde mit Sicherheit mit ihm darüber reden", kündigte Schumacher an. Beim Versuch des Haas-Fahrers, sich am Aston Martin seines Landsmanns vorbeizuquetschen, war es am Sonntag zur Kollision gekommen.

"Wenn ich die Bilder sehe, hätte ich stärker an ihm vorbeifahren können", räumte Schumacher ein. Für ihn waren in seinem 26. Grand Prix die ersten Punkte seiner noch jungen Formel-1-Karriere greifbar gewesen. "Ich dachte, ich wäre in der Kurve vorne. Als ich ihn dann gesehen habe, war es für uns beide zu spät", schilderte Vettel die Situation aus seiner Sicht. TV-Experte Ralf Schumacher sah bei beiden Fahrern eine Teilschuld. "Vettel muss da auch mal in den Spiegel schauen, Mick kann sich nicht in Luft auflösen", kritisierte Ralf Schumacher.

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