Das Sprint-Format mit einem Rennen über 100 Kilometer - ein Drittel der regulären Grand-Prix-Distanz - feierte in der abgelaufenen Saison Premiere. In Silverstone, Monza und Interlagos wurden Sprintrennen am Samstag anstelle des Qualifyings abgehalten. Der Rennausgang ergab schließlich die Startaufstellung für den Großen Preis am Sonntag. Das Qualifying wurde derweil auf den Freitagabend verlegt, um auch dem ersten Tag des Wochenendes mehr Gewicht zu geben.
Formel-1-Boss Stefano Domenicali kündigte danach an, in der Saison 2022 werde die Zahl der Wochenenden mit einem Sprintrennen ein Drittel des Kalenders umfassen. Das wären sieben der 23 geplanten Rennen.
Doch daraus wird nun einem Bericht von "Auto, Motor und Sport" zufolge nichts. Es soll bei maximal drei Sprintrennen bleiben. Denn in der Formel 1 wird einmal mehr ums liebe Geld gestritten.
Die großen drei Teams (Mercedes, Red Bull Racing und Ferrari) brachten aufgrund der Sprintrennen Mehrkosten ins Spiel und forderten die Erhöhung der Kostendeckelung, die in der laufenden Saison bei 125 Millionen Euro pro Team liegt. Alle anderen Rennställe waren dagegen, fürchteten, die Schere zu den großen Teams könnte wieder weiter aufgehen. Schließlich wurde die Kostenobergrenze eingeführt, um die Teams näher zusammenzuhalten.
Noch ist allerdings nichts fix. Und in der Formel 1 kann es manchmal besonders schnell gehen. Bis zum Saisonauftakt in Bahrain sind schließlich noch sechs Wochen Zeit. Außerdem würden die Sprintrennen wohl neuerlich eher in Europa stattfinden.