Der Saturnmond Enceladus rückt immer stärker in den Fokus der Wissenschaft. Unter seiner dicken Eiskruste verbirgt sich ein riesiger Ozean aus flüssigem Wasser - und dort könnten tatsächlich Lebewesen existieren.
Was die Entdeckung besonders spannend macht: Gewaltige Fontänen brechen regelmäßig durch Risse in der Eiskruste am Südpol des Mondes und schleudern Eispartikel Hunderte Kilometer weit ins All. Das erleichtert die Suche nach Lebenszeichen enorm.
"Enceladus nimmt uns bei der Vorbereitung von Proben für Analysen tatsächlich viel Arbeit ab", wie es beim Spiegel heißt. Gleich zwei aktuelle Studien im Fachmagazin "Science Advances" stützen nun die Vermutung, dass Mikroben auf dem Eismond nicht nur überleben, sondern auch nachgewiesen werden könnten.
Die europäische Raumfahrtagentur ESA arbeitet bereits an einer Mission zum Saturnmond. Der Start ist für etwa 2042 geplant - den Saturn würde die Sonde dann erst in den 2050er-Jahren erreichen.
Die Forschung beweist zwar nicht, dass es Leben auf Enceladus gibt. Sie zeigt aber, dass die geochemischen Bedingungen dort eine der ältesten Stoffwechselformen des Lebens ermöglichen könnten. Für Astrobiologen ist der kleine Mond damit einer der vielversprechendsten Orte im Sonnensystem.