Politik

Forscher: "Strenge Migrationspolitik kostet Wohlstand"

Jesús C. Cuaresma versucht, Migrationsströme vorherzusehen. Es sei wichtig, dass die Migranten am Arbeitsmarkt gebraucht werden, so der WU-Forscher.
Heute Redaktion
24.01.2023, 21:39
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Globale Migration und Wirtschaftswachstum: Das sind die Themen, zu denen Professor Jesús Crespo Cuaresma an der WU Wien im Rahmen der Initiative "eXplore!" forscht. "Die Migrationsströme nach Österreich und in die EU werden relativ stabil bleiben. Aber das Profil der Migranten wird sich ändern", prognostiziert er im "Heute"- Interview. Denn es gebe einen großen Pool an Personen für den Arbeitsmarkt, speziell in Nordafrika und der Subsahara. "Österreichs Migrationspolitik muss sicherstellen, dass Migranten über die Fähigkeiten verfügen, die der Arbeitsmarkt braucht", so Cuaresma.

Dazu sei Kooperation mit afrikanischen Ländern nötig. "Das Dringendste ist, für bessere Bildungsangebote in den Herkunftsländern zu sorgen, etwa durch Berufsschulen." Das führe dazu, dass Migranten neue Perspektiven mitbringen. "Das sollte als Win-win-Situation gesehen werden."

Zu wenige Migranten bringen Verluste

Er betont: Strenge Migrationspolitik führe zu großen Wohlstandsverlusten. Das zeige das Beispiel Deutschland: "Wenn dort keine Migration zugelassen wird, zeigen unsere Modelle Veluste von 20 Prozent des BIP in den kommenden 20 Jahren."

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