Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den aggressivsten Krebsarten überhaupt. Trotz jahrzehntelanger Forschung blieben wirkungsvolle Therapien lange Zeit rar, was oft zu spät erkannten Diagnosen und rund 1.900 Todesfällen pro Jahr in Österreich führt.
Nun gibt es Anlass zur Hoffnung: Auf dem Kongress der amerikanischen Onkologen (ASCO) in Chicago wurde kürzlich ein neues Medikament namens Daraxonrasib präsentiert. Diese Substanz hemmt laut aktuellen Studien einen bei mehr als 90 Prozent der Pankreaskarzinome mutierten Signalweg, der für das unkontrollierte Zellwachstum verantwortlich ist.
Wie ORF.at berichtet, sorgte die Veröffentlichung der Studie im renommierten 'New England Journal of Medicine' für Aufsehen in der Fachwelt. Auch eine innovative Impfung gegen das Pankreaskarzinom wurde bereits an Probanden getestet.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore untersuchten einen therapeutischen Impfstoff, der gegen bestimmte genetische Mutationen im Tumor wirkt. Zwölf Patienten im Frühstadium erhielten nach einer Operation die Impfung kombiniert mit einer Immuntherapie.
Nach einer mittleren Beobachtungszeit von rund drei Jahren blieben vier der zwölf Betroffenen ohne Rückfall. Bei zehn der zwölf Patienten konnte zudem eine immunologische Reaktion auf das Vakzin festgestellt werden.
In einer weiteren Untersuchung bekamen 20 Personen mit sehr hohem Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Phase-I-Impfung. 18 von ihnen entwickelten eine spezifische Immunantwort, und keiner erkrankte im Laufe eines Jahres an dieser Krebsart.