In den Gesprächen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs gibt es laut der iranischen Führung Fortschritte – eine endgültige Einigung fehlt aber noch. "Wir sind in einem Großteil der zur Diskussion stehenden Punkte zu einer Übereinkunft gekommen", sagte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei am Montag bei einer Pressekonferenz. "Niemand kann aber behaupten, dass die Unterzeichnung eines Abkommens unmittelbar bevorsteht", fügte er hinzu.
Nach wochenlangen Verhandlungen hat sich am Wochenende eine Einigung zwischen den USA und dem Iran abgezeichnet. US-Präsident Donald Trump meinte am Samstag, ein entsprechendes Abkommen sei "weitgehend ausgehandelt". Am Sonntag zeigte er sich dann wieder vorsichtiger und warnte vor einer "übereilten Vereinbarung". US-Außenminister Marco Rubio sagte bei einem Besuch in Indien, er halte eine Einigung noch am Montag für möglich.
Vor allem die Zukunft des iranischen Atomprogramms und der künftige Status der Straße von Hormus sorgen für Streit. Durch diese strategisch wichtige Meerenge läuft ein großer Teil der weltweiten Rohöl- und Flüssiggastransporte. Vor Beginn des Krieges Ende Februar hat der Iran keine Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen verlangt. Zuletzt hat die iranische Führung aber öfter darüber nachgedacht, eine Maut zu kassieren – unter anderem, um mit dem Geld die Kriegsschäden zu reparieren.
Dazu sagte Bakaei am Montag, der Iran plane auch in Zukunft keine "Mautgebühren". Stattdessen wolle Teheran künftig "bestimmte Abgaben" für "Navigationsdienste" verlangen. Gleichzeitig forderte er einen Stopp der "US-Aktionen unter dem Titel einer Seeblockade".
Kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran Ende Februar hat Teheran die Straße von Hormus de facto gesperrt. Danach sind die Energiepreise weltweit gestiegen. Die USA haben als Reaktion eine Blockade iranischer Häfen verhängt.
Wie Bakaei betonte, sind Details zum iranischen Atomprogramm derzeit nicht Teil der Gespräche. Dieses Thema soll erst behandelt werden, wenn eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran steht, erklärte Bakaei.