Leiche von Fotograf Peter Beard in Wald entdeckt

Fotograf Peter Beard mit Model Rianna ten Haken bei der Präsentation des Pirelli-Kalenders 2009 in Berlin
Fotograf Peter Beard mit Model Rianna ten Haken bei der Präsentation des Pirelli-Kalenders 2009 in BerlinBild: picturedesk.com
Die Überreste von Fotografenstar Peter Beard (82) wurden am Sonntag in einem Waldstück in Long Island aufgefunden.
Seit 31. März wurde Peter Beard vermisst, ein Jäger stieß am Sonntag zufällig unweit von Beards Anwesen auf Long Island auf menschliche Überreste, wie "pagesix" berichtet. Die Kleidung war die des vermissten 82-Jährigen. Zuletzt litt Beard an Demenz.

Beard war berühmt für seine Afrika-Fotos, seine Werke verkauften sich für bis zu eine halbe Million Dollar pro Foto. Die Fotografen-Legende war ein Freund von Andy Warhol und einer der regulären Studio-54-Gäste.



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Jäger fand Leiche zufällig



Ein Jäger des Camp Hero State Park, der unweit von Beards Anwesen auf einer Klippe in Montauk liegt, fand laut dem East Hampton Police Department zufällig die menschlichen Überreste.

Beard wurde in einem dicht bewaldeten Gebiet aufgefunden. Die Polizei schließt Fremdeinwirkung aus. Später bestätigte Beards Familie den Tod ihres Angehörigen: "Die Bestätigung, dass unser geliebter Peter tot ist, bricht uns das Herz." Beard hinterlässt unter anderem seine Frau Nejma und seine Tochter Zara.

Verschwand oft: Hoffnung bis zuletzt



Der Fotograf war bekannt dafür, gern einfach zu verschwinden. Wegen seiner Angewohnheit hatte er im Freundeskreis den Spitznamen "Walkabout". Deshalb bestand bis zuletzt die Hoffnung, dass er wieder einmal nur kurz auf eine seiner Touren aufgebrochen war.

Beard wurde 1938 in Manhattans Oberschicht geboren. Als Junge verliebte er sich nach Besuchen im Naturkundemuseum in Afrika. Schon Mitte der 60er kaufte er sich ein Anwesen namens Hog Ranch in Kenia. Er verbrachte Jahrzehnte dort, fotografierte Wildtiere und wurde sogar einmal von einem Elefanten niedergetrampelt.

Beard war dreimal verheiratet. In den 1960ern mit Society-Schönheit Minnie Cushing, 1982 mit Model Cheryl Tiegs und schließlich 1986 mit Nejma Khanum, der Tochter eines Höchstrichters.

Suche mit Hunden und Drohnen



Sein Verschwinden Ende März löste eine großangelegte Suche der Polizei aus. Hundestaffeln, Helikopter, Drohnen und eine Befragung in der Nachbarschaft blieben erfolglos.

Der Nachruf der Familie würdigte seine Leistung für die Fotografie, die Energie, die seine Mitmenschen für ihn einnahm und ging auch auf seinen Tod ein: "Er starb, wo er lebte: in der Natur."



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