FP-Chef Strache nennt Häupl "Asyl-Kaiser"

Mit der vorübergehenden Bereitstellung zweier Ausweichquartiere für Flüchtlinge in Wien ist die Platznot zumindest kurzfristig gelindert. Ab Montagabend sollen die ersten Flüchtlinge dort einziehen. Die Bereitstellung der Immobilien in Erdberg und der alten WU sorgt aber auch für Polarisierung. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nannte Michael Häupl "Asylwerber-Kaiser".

Mit der ist die Platznot zumindest kurzfristig gelindert. Ab Montagabend sollen die ersten Flüchtlinge dort einziehen. Die Bereitstellung der Immobilien in Erdberg und der alten WU sorgt aber auch für Polarisierung. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nannte Michael Häupl "Asylwerber-Kaiser".

Ab Montagabend sollen zunächst bis zu 100 Flüchtlinge in das neue, große Übergangsquartier in Wien-Erdberg einziehen. Wie lange die Adaptierung der früheren Wirtschafts-Uni dauert, kann noch nicht gesagt werden - hier muss man sich etwa überlegen, wie man das Problem löst, dass es dort derzeit keine Duschen gibt.

Mit seiner Bereitschaft, bis zu 600 Asylwerber zusätzlich in Wien aufzunehmen, sorgt SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl für Polarisierung im Wiener Landtag. Während die rot-grüne Koalition sowie die ÖVP den Schritt als richtig und wichtig begrüßten, sorgte sich die FPÖ um Wien als "Weltasylheim". FP-Chef Heinz-Christian Strache betitelte Häupl als "Asylwerber-Kaiser".

Gudenus für Asylzentren an EU-Außengrenzen

Der Wiener FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus kritisierte, statt die Asylquote überzuerfüllen, solle man lieber die Dublin II-Verordnung (Zurückschicken von Asylwerbern in jenes EU-Land, das sie als erstes illegal betreten haben, Anm.) durchsetzen.

Stattdessen sprach sich der Freiheitliche für Asylzentren an den EU-Außengrenzen aus. "Seien Sie menschlich zu den Wienerinnen und Wienern", forderte Gudenus die Stadtregierung auf. Die FPÖ-Studentenorganisation "Ring Freiheitlicher Studenten" (RFS) forderte in einer Aussendung, "dass christliche Flüchtlinge, welche am Meisten unter der Verfolgung leiden müssen, bevorzugt behandelt werden."

Als "schäbig" bezeichnete die grüne Abgeordnete Birgit Hebein das Verhalten der FPÖ, die versuchen würde, "auf Kosten von Menschen politisches Kleingeld zu schlagen". Tanja Wehsely, Abgeordnete der SPÖ, warnte die FPÖ "Öl ins Feuer zu gießen": "Bemühen Sie sich, differenziert an die Sache heranzugehen", empfahl sie.

Auch wenn Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zumindest vorübergehend aufatmen kann, ist die nicht gebannt. Die "Junge Generation" der SPÖ forderte in einer Aussendung deshalb "empfindliche Sanktionen" für Bundesländer, die ihre Quote bei der Aufnahme von Asylwerbern nicht nachkommen.

 

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