Der Bahnstreik am Montag stellte Hunderttausende Pendler und Zugfahrer in ganz Österreich vor enorme Herausforderungen. Viele mussten aufs Auto umsteigen. Der ÖAMTC forderte daher bereits am Sonntag, dass die Stadt Wien die Kurzparkzonen oder zumindest die Höchstparkdauer aufheben solle.
Von der Stadt kam dazu ein klares Nein: "Seitens der Stadt sind keine Maßnahmen geplant, hierfür gibt es auch keine rechtliche Grundlage. Die ÖBB fallen in die Zuständigkeit von Ministerin Gewessler, es liegt entsprechend auch in ihrer Zuständigkeit Vorkehrungen für Konsequenzen des Streiks zu treffen."
Das will Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp nicht gelten lassen: "Wenn die eigene sozialistische Gewerkschaft die arbeitenden Menschen in Geiselhaft nimmt und durch den ÖBB Streik zigtausende Menschen zu spät zur Arbeit kommen, muss die SPÖ rasch reagieren und die Autofahrer in Wien kostenlos parken lassen. Alles andere ist eine weitere rote Schikane gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern", so Nepp am Montag.
Als "völlig absurd" bezeichnet Nepp das Argument Simas, dass der kurzfristige Wegfall der Kurzparkzonen aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei. "Für Ukrainer war das Gratis-Parken in Windeseile erlaubt, aber bei den Österreichern soll das nicht durchführbar sein. Das glaubt der Wiener SPÖ niemand. Was für Ukrainer möglich ist, muss auch für die einheimische Bevölkerung möglich sein", betont der Wiener FPÖ-Obmann.