FPÖ blitzt mit Antrag auf Hymnen-Änderung ab

Der Text der Bundeshymne war am Dienstag Thema im Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrats. FPÖ-Abgeordnete Carmen Schimanek ist mit der Forderung nach einer Streichung der "großen Töchter" aus dem Text abgeblitzt. Der Ausschuss bekräftigte die gendergerechte Bundeshymne. Voten Sie auf "Heute.at" mit!

Der Text der Bundeshymne war am Dienstag neben einem möglichen Thema im Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrats. FPÖ-Abgeordnete Carmen Schimanek ist mit der Forderung nach einer Streichung der "großen Töchter" aus dem Text abgeblitzt. Der Ausschuss bekräftigte die gendergerechte Bundeshymne. Voten Sie auf "Heute.at" mit!

Schimanek wollte eine Rücknahme der 2011 beschlossenen Änderung des Hymnentextes erreichen. Aus ihrer Sicht sei eine mutwillige Veränderung des Originaltextes, die nichts zur Gleichberechtigung der Frauen beitrage, abzulehnen. Auch wenn sie wisse, dass es im Ausschuss eine breite Ablehnung gegen dieses Ansinnen gibt, fühle sie sich den vielen Frauen verpflichtet, die sich mit der Bitte an sie gewandt haben, diesen Antrag einzubringen.
Ausschussleiterin Wurm: "Sehr viele große Töchter"

Ausschussvorsitzende Gisela Wurm (S) zeigte sich sehr froh darüber, dass eine Mehrheit des Parlaments vor zwei Jahren für die Änderung der Bundeshymne gestimmt hatte. Es gebe sehr viele große Töchter in Österreich und diese sollen auch gewürdigt werden. Ihre Fraktionskollegin Elisabeth Grossmann hielt die Debatte für absolut müßig, da es einen gültigen Beschluss gebe, der nicht alle paar Jahre wieder in Frage gestellt werden sollte.
Laut Brockhaus sei eine Bundeshymne nicht nur ein Staatssymbol, sondern auch ein Lob- und Preisgesang, erklärte ÖVP-Mandatarin Dorothea Schittenhelm. Es sei daher überhaupt nicht einzusehen, warum dies nur für die Hälfte der Bevölkerung gelten soll. Außerdem sei der neue Text für die Kinder und Jugendlichen schon eine Selbstverständlichkeit.
Grüne Aslan verweist auf Hymne von Tansania

Es sei eine Frage der Wertschätzung gegenüber Frauen, dass sie in der Sprache entsprechend vorkommen, meinte auch Aygül Berivan Aslan von den Grünen. Wie absurd die Debatte über den vorliegenden Antrag sei, sehe man alleine schon daran, dass etwa in der Nationalhymne von Tansania 1897 bereits Männer, Frauen und Kinder erwähnt wurden.

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